Internationales Radquer Dagmersellen

Vorschau-1  Radquer 13

(pbi.) Ein Blick auf die Zusammensetzung des OKs des internationalen Radquers von Dagmersellen verrät: OK-Präsident Wolfgang Kristan kann auf grosse Kontinuität zählen. Kein einziger (!) der immerhin 18 OK-Posten musste im Hinblick auf die 38. Austragung des Dagmerseller Radquers neu besetzt werden. „Das erleichtert natürlich vieles“, sagt Kristan, der das OK bereits zum fünften Mal präsidiert. Entsprechend zuversichtlich und entspannt blickt der Egolzwiler dem 26. Dezember entgegen. „Alle im OK wissen, was sie wann zu tun haben. Wir sind vollkommen auf Kurs und werden bis zum Stephanstag alles geben, um unseren Gästen einmal mehr einen unvergesslichen Tag bereiten zu können.“

Mourey jagt Zweifels Rekord

In der jüngeren Vergangenheit stand das Hauptrennen am Chrüzberg jeweils ganz im Zeichen des Franzosen Francis Mourey. Die aktuelle Weltnummer 6 hat seit 2008 fünfmal in Serie in Dagmersellen triumphiert. Und da er im Wiggertal auch schon 2006 gewann, kann der 33-Jährige heuer bereits seinen siebten Sieg feiern. Sieben Siege? Mit diesem Wert schlösse der Elsässer zum legendären Albert Zweifel (64) auf. Der fünffache Radquer-Weltmeister realisierte in den 1970er Jahre ebenfalls sieben Siege am Chrüzberg. Besonders schön: Ausgerechnet in dem Jahr, in dem Albert Zweifel seinen Status als alleiniger Rekordsieger des internationalen Radquers von Dagmersellen verlieren könnte, amtet er als Ehrenstarter. Die Radquer-Legende persönlich wird es also sein, die den Startschuss für Francis Moureys Jagd auf den eigenen Rekord geben wird.

Lukas Winterberg im Fokus

Mit Ausnahme von Mourey werden auch im Jahr 2013 die weltbesten Querfahrer statt in Dagmersellen am gleichentags stattfindenden Weltcuprennen in Heusden-Zolder (Belgien) starten. Das Teilnehmerfeld darf sich gleichwohl aber auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. So haben beispielsweise die beiden Weltklasse-Mountainbiker Lukas Flückiger und Florian Vogel ihre Startzusage bereits gegeben. Dass ihnen beiden die Chrüzbergstrecke liegt, haben sie mit mehreren Podestplätzen in der Vergangenheit eindrücklich bewiesen. Ein weiteres Highlight verspricht der Start von Clément Venturini zu werden. Der 20-jährige Franzose wurde vor 2011 Junioren-Weltmeister und tastet sich immer weiter an die Weltspitze heran.

Besonders gespannt sind die vielen Zuschauer aus der Region aber sicherlich auf Lukas Winterberg. Der Roggliswiler zeigte im Vorjahr ein grandioses Rennen und wurde ausgezeichneter Vierter. Sollte der Lokalmatador heuer sogar in den Kampf ums Podest eingreifen können, dürfte es am Chrüzberg sogar noch ein bisschen lauter werden als üblich.

SM 2016 in Dagmersellen?

Laut dürfte es am Chrüzberg aller Voraussicht nach auch im Januar 2016 werden. Anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Dagmerseller Radquers haben sich die Organisatoren des Veloclubs Dagmersellen für die Austragung der Radquer-Schweizer-Meisterschaften beworben. Den definitiven Entscheid fällt der Verband Swiss Cycling erst Ende Jahr. Aber die Chancen der Radquerhochburg Dagmersellen, zum dritten Mal nach 1992 und 2006 die nationalen Titelkämpfe auszutragen, stehen sehr gut. Und das Jahr 2016 würde somit zum „Super-Radquer-Jahr“ aus Dagmerseller Sicht. Nach der SM in Januar kommt dann im Dezember 2016 die 41. Auflage des Internationalen Radquers und damit zwei Rennen innerhalb eines Kalenderjahres zur Austragung.

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