35. Int. Radquer Dagmersellen - 26.12.2010
> Francis Moureys vierter Streich (Rennbericht)

> Francis Mourey als grosser Gejagter

> Guter Lohn für starke Leistungen

> Leistungssport und Feststimmung

 

34. Int. Radquer Dagmersellen - 26.12.2009
> Der Husarenritt des Francis Mourey

> Alle gegen den Titelverteidiger

> „Mehr als ein Radquer – ein wahres Dorffest“ - Interview mit Hans Jucker

> Schnell und immer schneller - Ehrenstarterin Marlen Affentranger

> Spektakel am Stephanstag

> Ein eingespieltes Team am Werk

 

33. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2008

> Kronfavorit Mourey distanzierte die Schweizer

> Die Streckenbauer im Grosseinsatz

> Karin Thürig - Weltklasse in mehreren Sportarten

> Top-Cracks garantieren für Hochspannung

> Frisches Blut und alte Hasen

 

32. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2007

> Herzschlagfinale am Chrüzberg

> Dominique Aegerter - Ehrenstarter

> Radquerspektakel mit zahlreichen Attraktionen

> Die WM-Qualifikation im Blick

> Beat Breu auf dem Boden der Tatsachen

> Die Rückkehr von Beat Breu

 

31. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2006

> Wettbewerbgewinner - Saeco-Kaffeemaschine

> Rennbericht

> Ehrenstarter Melchior Ehrler

> Das Highlight in der Altjahrswoche

> Die Tradition lebt weiter

 

Schweizermeisterschaften Radquer, 8. Januar 2006

> Radquer-SM-Streckenbesichtigung mit Pirmin und René Lang
>
Radsport – Club Maillot d’Or in Dagmersellen
> Zweitägige Schweizermeisterschaften in Dagmersellen
> Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
> Radquer-Schweizermeisterschaften 2006 in Dagmersellen!

 

29. Int. Radquer Dagmersellen, 26. 12. 2004

> Mountainbike-Weltmeisterin in Dagmersellen!
> Ein grosser Tag – auch für die Kleinen
> Einheimische Ehrenstarter

 

 

 

35. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2010


Francis Moureys vierter Streich

Das Eliterennen des 35. Internationalen Radquers von Dagmersellen endet mit einem souveränen Sieg des grossen Favoriten Francis Mourey. Der nun vierfache Sieger am Chrüzberg distanzierte Schweizermeister Lukas Flückiger um 55 Sekunden und den drittplatzierten Romand Julien Taramarcaz um mehr als zwei Minuten. Pirmin Lang fuhr auf Rang fünf.

pbi – Den Organisatoren vom Veloclub Dagmersellen lachte am Stephanstag die Sonne. Bei eisigen Temperaturen aber herrlichem Winterwetter ging das 35. Internationale Radquer von Damgersellen über die Bühne. Gegen 4000 Zuschauer während des Eliterennens genossen den Sonnenschein und kamen in den Genuss einer Radquer-Demonstration der aktuellen Weltnummer 5, Francis Mourey aus Frankreich. Bereits nach vier von insgesamt elf Runden auf schneebedeckter Strecke tauchte der Franzose allein auf. Seinen Vorsprung auf Lukas Flückiger, der ebenfalls einen grossen Teil des Rennens alleine bestritt verteidigte Mourey in der Folge ohne Probleme. Am Ende siegte der Topfavorit mit knapp einer Minute Vorsprung. Den dritten Rang sicherte sich 23-jährige Julien Taramarcaz aus Fully vor dem Italiener Marco Aurelio Fontana.

Gute Leistungen der Lokalmatadoren
Aber auch die einheimischen Fahrer schlugen sich gut. Der 26-jährige Pirmin Lang fuhr stets in den vordersten Positionen mit und sicherte sich im Spurt gegen Mathias Flückiger den fünften Rang. Langs jüngerer Bruder René (24) reihte sich mit Platz neun ebenfalls in den Top Ten ein. „Am Ende reichte die Kraft nicht mehr ganz, um in den Kampf um Platz sieben einzugreifen. Ich habe mir die ersten Zehn zum Ziel gesetzt und das habe ich erreicht“, zog René Lang ein positives Fazit. Und der Roggliswiler Michael Winterberg (20) klassierte sich trotz geprelltem Handgelenk nach einem Trainingssturz auf dem starken 12. Rang. „Ich hatte während des Rennens ein gutes Gefühl. Mit der Platzierung bin ich zufrieden“, so Michael Winterberg. Einzig der ältere der Winterber-Brüder, Lukas, hatte Pech. Auch er hielt sich zu Beginn in den ersten zehn Positionen auf, als ihm ein Defekt das Rennen kaputt machte. Dennoch kämpfte Lukas Winterberg (22) vor Heimpublikum generös und landete zum Schluss auf dem 21. Platz.
 

Sieg für Olympiasiegerin Sabine Spitz
Im ersten Rennen des Tages holte sich die deutsche Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz den zweiten Sieg in Dagmersellen nach 2004. Sie distanzierte Katrin Leumann (Riehen) um 22 Sekunden und die Italienerin Stefania Vecchio um 1:39 Minuten.
Das Rennen der Kategorie B (Junioren, Amateure, Masters) entschied Matthias Stirnemann aus Gänichen für sich. Er vermochte Dominic Zumstein (Männedorf) auf den letzten Metern des Rennens entscheidend zu distanzieren. Den letzten Platz auf dem Podest sicherte sich Lukas Müller aus Steinmaur.
Das Rennen der Kategorie C (Anfänger) wurde eine Beute von Dominic Grab (Ebmatingen). Der 15-jährige fuhr die Konkurrenz in Grund und Boden und siegte mit über zwei Minuten Vorsprung auf den Franzosen Eliot Olivier. Den dritten Platz belegte Marcel Humm aus Schönenberg. Und auch im Schülerrennen jubelte ein Fahrer mit dem Namen Grab. Joël Grab gewann vor Nicole Koller und Mario Spengler.

Toller Zuschauerzuspruch
Auch das 35. Internationale Radquer vermochte die Massen zu bewegen. Gegen 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer strömten während des Eliterennens an den Chrüzberg und sorgten für eine tolle Ambiance. „Was in Dagmersellen entlang der Strecke abgeht, ist einmalig“, meinte René Lang nach der Zieleinfahrt. „Die Unterstützung allgemein, und gerade für uns Fahrer aus der Region, ist sensationell.“
Im Anschluss an die spannenden Rennen zog es die Menge an die Wärme der nahe gelegenen Chrüzmatthalle. Und dort startete der zweite Teil des Dagmerseller Radquers. Nach den Siegerehrungen der verschiedenen Kategorien heizte das Tschirgant-Duo aus dem Tirol den Radquerfans ein und lancierte die legendäre After-Race-Party.

 

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Francis Mourey als grosser Gejagter

 

Die Spannung steigt. Am kommenden Sonntag, 26. Dezember werden wieder Tausende Fans am Chrüzberg in Dagmersellen zum Internationalen Radquer erwartet. Vorjahressieger Francis Mourey aus Frankreich geht als Topfavorit an den Start und strebt seinen vierten Sieg im Wiggertal an.

 

pbi – In den letzten Jahren hat sich das Radquer in Dagmersellen zum grössten und bestbesuchten Quer der Schweiz gemausert. Über 3000 Zuschauer während des Eliterennens verwandelten im letzten Jahr die Chrüzbergstrecke in eine grosse Festmeile. Und auch in diesem Jahr hoffen die Organisatoren auf einen ähnlichen Zuschauerzuspruch. Als Publikumsmagnet soll neben den zahlreichen einheimischen Querfahrern vor allem Francis Mourey fungieren. Der französische Weltklassefahrer begeisterte die Zuschauer im letzten Jahr mit einer fulminanten Aufholjagd nach einem Defekt und dem insgesamt dritten Sieg in Dagmersellen. Der Sieg im Eliterennen bei der 35. Austragung des Dagmerseller Radquers dürfte nur über Francis Mourey führen.

 

Olympiasiegerin Spitz am Start

Eröffnet werden die Rennen am kommenden Sonntag um 11 Uhr mit der Konkurrenz der Frauen und Anfänger U17. Bei den Frauen fehlt mit Jasmin Achermann die derzeit beste Schweizer Querfahrerin und Siegerin der letzten beiden Jahre in Dagmersellen. Die Gunzwilerin startet am 26. Dezember in Belgien am Weltcup. Trotzdem verspricht auch das Starterfeld der Damen ein hochklassiges Rennen. So steht mit Sabine Spitz (Deutschland) die amtierende Moutainbike-Olympiasiegerin am Start. Als härteste Konkurrentinnen von Spitz gehen die Romande Lise Müller sowie Katrin Leumann (Riehen) ins Rennen.

Um 12 Uhr absolvieren die Schüler U13+U15 den Technikparcours. Dabei gilt es in möglichst kurzer Zeit fehlerfrei mehrere Hindernisse zu bewältigen. Das Schülerrennen beginnt um 13.45 Uhr. Bereits um 12.45 Uhr startet das Rennen der Kategorie B (Junioren, Amateure, Masters). Nicht weniger als 55 Fahrer sind gemeldet, ein entsprechend harter Kampf um den Sieg darf erwartet werden. Zu den Favoriten zählen Andri Frischknecht (Feldbach), Fabian Lienhard (Steinmaur), Lars Forster (Jona) und Dario Stäuble (Gansingen). Mit Michael Wechsler aus Pfaffnau, Lukas Baumann aus Zofingen, dem Gunzwiler Marcel Achermann und Matthias Gut aus Rain gehen auch vier Fahrer aus der unmittelbaren Region ins Rennen der Kategorie B.

 

Wer kann Mourey fordern?

Ein Quartett an Lokalmatadoren kennt auch das Eliterennen, welches um 14.45 Uhr als absolutes Highlight des Tages seinen Lauf nimmt. Lukas und Michael Winterberg aus Roggliswil wollen an ihrem Heimrennen genauso brillieren, wie die Brüder Pirmin und René Lang. Vor allem dem älteren der Lang-Brüder darf am Sonntag einiges erwartet werden. Fünfmal stand Pirmin Lang diese Saison schon auf dem Treppchen, mit dem Sieg am Quer in Sion als Höhepunkt. Mit einer Prognose für sein Heimrennen hält sich Pirmin Lang allerdings zurück. „Ich war in den letzten Tagen formmässig nicht mehr ganz auf dem Stand von Ende Oktober, Anfang November“, sagt der 26-Jährige. „Aber natürlich strebe ich in Dagmersellen ein gutes Resultat an.“ Auch für Lang ist klar, dass der Sieg im Eliterennen nur über Francis Mourey führen wird. „Er hat die Fähigkeit, ein Rennen von der Spitze aus zu prägen und auch zu gewinnen.“ Neben Mourey hat Pirmin Lang auch den Schweizer-Quer-Meister Lukas Flückiger und dessen Bruder Mathias auf der Rechnung. Auch auf das Abschneiden des Italieners Marco Fontana, zuletzt Zweiter in Wetzikon, darf man gespannt sein. Pirmin Lang beschreibt seine Ziele für das Rennen folgendermassen: „Ich will möglichst lange in der Spitzengruppe dabei sein, will nach Möglichkeit bis zum Ende um den Sieg mitkämpfen. Ich bin zuversichtlich, dass mir das gelingt.“

 

Volksfest am Chrüzberg

Sportlich dürfte also auch das 35. Internationale Radquer von Dagmersellen wieder so einige Höhepunkte parat haben. Kommentiert werden die Rennen wie in den letzten 25 Jahren von Kult-TV-Reporter Hans Jucker. Und aus gesellschaftlicher Sicht ist das Radquer im Wiggertal ohnehin im ganzen Land konkurrenzlos. Den ganzen Tag über werden die Zuschauer entlang der Strecke für die gewohnt tolle Ambiance sorgen und im Anschluss an die Rennen steigt in der nahegelegenen Sporthalle die After-Race-Party mit Partysound des „Tschirgant-Duos“ aus Tirol. Bei einem Besuch am legendären Dagmerseller-Radquer werden die Zuschauerinnen und Zuschauer auch am Sonntag voll auf ihre Kosten kommen.

 

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Guter Lohn für starke Leistungen
 
Auf die laufende Radquersaison hin haben die Schweizer Radquer-Organisatoren ein neues Startgeldsystem verabschiedet. Gutes Geld verdient nur noch, wer auch wirklich stark fährt. Die Zeiten der hohen Startgelder dagegen sind vorbei.
 


pbi – Die neue Startgeldregelung, welche für alle Schweizer Radquerveranstaltungen gilt, sieht vor, dass alle Fahrer als „Startgeld“ 150 Franken erhalten. Hunderte von Franken, bevor man überhaupt einen Meter gefahren ist, sind nicht mehr zu verdienen. Und trotzdem lohnt sich das neue System für erfolgreiche Querfahrer. Da die Veranstalter bei den Startgeldern zum Teil erhebliche Beträge einsparen, sind fast überall die Preisgelder erhöht worden. Neu werden die ersten 30 Plätze ausbezahlt, vor allem die Topklassierten können einen schönen Batzen Geld verdienen.

Weniger Aufwand für die Veranstalter
Els Gassmann, die im OK des Internationalen Radquers von Dagmersellen für die Fahrerverpflichtungen zuständig ist, bewertet das neue Startgeldsystem positiv. „Gute Leistungen werden nun noch besser honoriert“, sagt Els Gassmann. „Genau so sollte es ja auch sein.“ Bisher zahlten die Veranstalter vor allem den grossen Namen des Quersports viel höhere Startgelder als die nun festgelegten 150 Franken. Einzig mit Leistungsverträgen konnten sich die Veranstalter teilweise dagegen schützen, dass jemand trotz ungenügender Leistung ein hohes Startgeld kassierte. Das neue System verringert auch den Aufwand für die Veranstalter. „In der Vergangenheit habe ich viel mehr Verhandlungen geführt und oft geradezu um Startgelder gefeilscht“, sagt Els Gassmann. „Das ist seit dieser Saison nicht mehr so.“ Die Veranstalter können zwar auch weiterhin für Topfahrer höhere Startgelder bezahlen, dies werde aber nur noch in Ausnahmefällen gemacht, erklärt Els Gassmann.

Quer-Schweizermeister zur falschen Zeit?
Ein Fahrer, für den die neue Regelung bei den Startgeldern quasi zur falschen Zeit kommt, ist Lukas Flückiger. Der 26-Jährige aus Leimiswil konzentriert sich schwerpunktmässig auf den Mountainbikesport, wurde im vergangen Januar aber erstmals Schweizer Radquermeister. Nach dem alten System hätte er aufgrund seines Titels bei den Querrennen in der Schweiz gute Startgelder bezahlt bekommen. Doch jetzt gelten auch für ihn die 150 Franken. „Wie es aussieht, bin ich mindestens ein Jahr zu spät Schweizermeister geworden“, sagt Lukas Flückiger mit einem Lachen. „Aber eigentlich hätte man dieses System schon viel früher einführen müssen. Es ist viel näher beim System der Leistungsverträge. Wer stark fährt, kann aufgrund der höheren Preisgelder deutlich mehr verdienen, als mit den Startgeldern früher.“

Ein Nachteil für erfolgreiche Biker?
Lukas Flückigers jüngerer Bruder Mathias (22) bewertet das neue System nicht nur positiv. Mathias Flückiger ist U23- und Juniorenweltmeister im Mountainbike und fährt wie sein Bruder in den Wintermonaten Radquer zum Ausgleich. Er findet, dass gute Namen gerade der in der Schweiz so erfolgreichen Mountainbiker den Quer-Veranstaltern auch etwas wert sein sollten. „Diese Anerkennung fehlt teilweise“, sagt Mathias Flückiger. „Das finde ich schade. Denn ich bin überzeugt, dass jedes Schweizer Querrennen durch die Teilnahme der starken Biker aufgewertet wird.“ Aber auch der jüngere der Flückiger-Brothers sieht das Positive des neuen Systems. „Das neue Reglement ist fair, weil es Leistung belohnt. Und das ist das Wichtigste.“ Schliesslich können auch die starken Biker mit einem Platz auf dem Podest und den entsprechend höheren Preisgeld mehr Geld verdienen, als sie bisher vielleicht durch ein etwas höheres Startgeld erhielten.
 
„Dagmersellen ist immer ein Highlight“
Auf die Teilnahme am Chrüzberg-Quer freuen sich Lukas und Mathias Flückiger besonders. Lukas möchte nach zwei dritten Plätzen 2008 und 2009 unbedingt einmal in Dagmersellen gewinnen. Und auch Mathias freut sich auf das Dagmerseller Quer, an welchem er letztes Jahr Platz sieben belegte. „Es sind immer viele Verwandte von uns direkt vor Ort und es herrscht vor, während und nach den Rennen Volksfeststimmung.“ Oder wie es Lukas Flückiger ausdrückt: „Das Dagmerseller-Radquer ist in jeder Hinsicht immer ein Highlight der Saison.“

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Leistungssport und Feststimmung

Dagmersellen – Planmässige Vorbereitungen des 35. Int. Radquers
In weniger als zwei Monaten steigt bereits wieder das Internationale Radquer von Dagmersellen. Heuer findet schon die 35. Ausgabe des weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten und beliebten Anlasses statt. Und erneut können die Organisatoren auf und neben der Rennstrecke Spektakel präsentieren.


pbi – OK-Präsident Wolfgang Kristan kann bei den Arbeiten im Vorfeld des 35. Internationalen Radquers auf ein eingespieltes Team mit viel Erfahrung zählen. Verglichen mit der letztjährigen Austragung hat es im OK keine Mutationen gegeben. Die Vorbereitungen für das Internationale Radquer vom Stephanstag, 26. Dezember laufen denn auch wie geplant. „Natürlich stehen bis zum Rennen noch viele Arbeiten an“, erklärt Wolfgang Kristan. „Aber jede und jeder im OK weiss genau, was in den jeweiligen Ressorts noch zu tun ist. Alles läuft absolut planmässig.“

Erst die Rennen dann die Party
Wie in jedem Jahr werden die sportlichen Höchstleistungen auf der Rennstrecke durch ein abwechslungsreiches und interessantes Rahmenprogramm ergänzt. Ab 11 Uhr steigen die Rennen der verschiedenen Kategorien. Und bereits am Nachmittag werden am Chrüzberg die zahlreichen Zuschauer für die schweizweit einmalige Radquer-Stimmung sorgen. Die leistungsfähige Festwirtschaft und die zahlreichen Aussenstände garantieren für das leibliche Wohl aller Anwesenden auch in unmittelbarer Nähe zum Renngeschehen. Nach der Zielankunft der Elitefahrer steigt in der umgebauten Chrüzmatthalle die rauschende und legendäre After-Race-Party. Erneut wird das Tschirgant-Duo aus dem Tirol den Radquerfans bis tief in die Nacht tüchtig einheizen.

Francis Mourey erneut am Start
Das ganz grosse Aushängeschild am Dagmerseller Radquer wird auch 2010 Francis Mourey sein. Der bereits dreifache französische Dagmersellen-Sieger (2006/2008/2009) beeindruckte im Vorjahr mit einer sensationellen Aufholjagd nach einem Kettenriss. Der Sieg wird auch heuer nur über den 30-jährigen Franzosen führen, der sich mit zwei Top-6-Klassierungen im Weltcup bereits in starker Frühform präsentierte. Aber auch die Rennen der Nachwuchskategorien und der Frauen auf der selektiven Chrüzbergstrecke garantieren Spektakel und spannende Rennverläufe.
Auch das 35. Internationale Radquer in Dagmersellen verspricht beste Unterhaltung auf und neben der Strecke. Ein Besuch am 26. Dezember am Chrüzberg lohnt sich deshalb auch in diesem Jahr ganz bestimmt.

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34. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2009


Der Husarenritt des Francis Mourey

 

Francis Mourey heisst der Sieger des 34. Internationalen Radquers von Dagmersellen. Der französische Topfavorit und Titelverteidiger siegte nach einer fulminanten Aufholjagd wie schon vor Jahresfrist vor Florian Vogel und Lukas Flückiger. Pirmin Lang klassierte sich im sechsten Rang.

 

pbi – Das Podest des Elitefeldes des 34. Internationalen Radquers von Dagmersellen mit dem 29-jährigen Franzosen Francis Mourey ganz zu oberst war bereits im Voraus zu erwarten gewesen. Doch am vergangenen Samstag hätten nach vier Runden des Eliterennens wohl nicht mehr viele der erneut über 3000 Zuschauer am Chrüzberg auf die aktuelle Weltnummer 5 aus Frankreich gesetzt. In der dritten Runde riss dem dazumal schon souverän in Führung liegenden Mourey nämlich die Kette. Ans Aufgeben dachte er deswegen aber nicht. Mit dem Velo auf den Schultern rannte (!) Mourey mehrere hundert Meter weit bis zum nächsten Materialposten oben auf dem Chrüzberg. Seine Konkurrenten schienen enteilt. 1:49 Minute betrug der Rückstand des Franzosen nach vier Runden auf die Spitze. Das war gleichbedeutend mit dem 31. Platz. Doch wie sich der Titelverteidiger dann zurückkämpfte war beeindruckend. Meter um Meter, Sekunde um Sekunde schmolz der Vorsprung der Führenden. In der letzten Runde schloss Mourey zu Florian Vogel und Lukas Flückiger auf. Vom Dagmerseller Publikum frenetisch angetrieben, liess der entfesselte Franzose auch seine letzten beiden Widersacher stehen und krönte seine beeindruckende Aufholjagd mit dem Sieg.

 

Gebrüder Lang und Winterberg zufrieden

Als bester der Lokalmatadoren klassierte sich Pirmin Lang (25). Seinen fünften Platz vom Vorjahr vermochte er jedoch nicht zu toppen. Am Ende wurde er Sechster. „Ich bin zufrieden mit meinem Rennen. Am Ende fehlte bei mir einfach die Kraft“, erklärte Pirmin Lang nach der Zieldurchfahrt. Eine Magen-Darm-Grippe hatte ihn in seiner Vorbereitung aufs Heimrennen arg gestört und am Ende eine vielleicht noch bessere Platzierung gekostet. Mit seinem elften Platz ebenfalls zufrieden zeigte sich René Lang (23). Er hatte seinen grossen Auftritt ganz zu Beginn, als er mit einem Blitzstart auf und davon zog und als Führender in die erste Steigung fuhr. Obwohl er in der zweiten Rennhälfte kurzzeitig von Kälteschocks geplagt wurde, hielt er sich gut. „Mit meinem Rang bin ich zufrieden. Angesichts des Starterfeldes war nicht viel mehr drin für mich“, meinte René Lang im Anschluss an das Rennen. Als Zwölfter unmittelbar hinter René Lang klassierte sich der Roggliswiler Lukas Winterberg (21). Dabei hatte er einiges Pech zu beklagen. Gleich zweimal musste er im Verlauf des Rennens nach Stürzen zu Boden. „Beide Male bin ich deswegen aus einer Gruppe rausgefallen. Das ist ärgerlich. Mit dem zwölften Platz kann ich aber sehr gut leben.“ Und auch der Vierte aus dem Quartett der Einheimischen konnte nach dem Rennen lachen. Michael Winterberg (19) belegte bei seinem ersten Start bei der Elite in Dagmersellen Platz 26 und freute sich, „dass es deutlich besser ging, als zuletzt.“ In den letzten Wochen hatte er sich kraftlos und müde gefühlt, nun in Dagmersellen zeigte er ein konstantes Rennen.

 

Französischer Sieg auch in Kategorie B

Das Rennen der Kategorie B (Amateure, Junioren, Master) gewann mit Alexis Brodbeck ebenfalls ein Franzose. Er distanzierte Nils Scheding (Rickenbach) erst auf den letzten Metern. Dritter wurde Michael Wildhaber (Wagen). Michael Wechsler aus Roggliswil klassierte sich als 32. Einen eindrücklichen Start-Ziel-Sieg feierte Schweizermeisterin Jasmin Achermann (20) im Rennen der Frauen. Die Gunzwilerin deklassierte ihre Konkurrentinnen geradezu und siegte mit 1:28 Minuten Vorsprung auf Katrin Leumann. Die Drittplatzierte Renata Bucher (Littau) verlor bereits über drei Minuten. In der Kategorie C (Anfänger) feierte der Enkel von Peter und Sohn von Thomas, Andri Frischknecht (Feldbach) bereits seinen siebten Saisonsieg. Der Zweitplatzierte Dominic Zumstein (Männedorf) und der Dritte Dominic Grab (Ebmatingen) forderten Frischknecht aber bis zum Schluss und verloren beide weniger als drei Sekunden. Das Schülerrennen entschied Roger Aeberli (Aeugstertal) vor Benjamin Inauen (Appenzell-Steinegg) und Joël Grab (Ebmatingen) für sich. Bestes Mädchen war Nicole Koller (Schmerikon) auf Rang 9.

 

Legendäre Radquer-Party am Abend

Nach dem spektakulären Eliterennen und der anschliessenden Siegerehrung zog es die Radquerfans in die Wärme der nahegelegenen Chrüzmatthalle. Hier nahm langsam aber sicher die legendäre After-Race-Party ihren Lauf. Das Tschirgant-Duo aus dem Tirol unterhielt die Besucher musikalisch. Bis in die Morgenstunden dauerte das rauschende Radquerfest in Dagmersellen. Mit dem unglaublich spannenden Eliterennen als Höhepunkt hielt das Dagmerseller Radquer einmal mehr in sportlicher wie auch in gesellschaftlicher Hinsicht, was es im Vorfeld versprochen hatte.

 

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Alle gegen den Titelverteidiger

 

Der französische Vorjahressieger Francis Mourey geht am kommenden Samstag um 14.45 Uhr als grosser Favorit ins Eliterennen des 34. Int. Radquers von Dagmersellen. Zu den ersten Herausforderern des 29-jährigen Franzosen gehören eine handvoll Schweizer Quercracks. Unter ihnen auch der Einheimische Pirmin Lang.

 

pbi – Es war die Topmeldung der letzten Tage: Francis Mourey, die aktuelle Weltnummer 5 im Radquer startet am Stefanstag am Internationalen Radquer von Dagmersellen. Und mit der Verpflichtung des französischen Vorjahressieger hat sich die scheinbar offene Ausgangslage für das Eliterennen auf einen Schlag gewandelt. Der Sieg am Chrüzberg wird auch heuer nur über Mourey führen. Das sieht auch Pirmin Lang, einer der Lokalmatadoren so: „Wenn ein Fahrer wie Mourey am Start steht, sind natürlich alle Augen der Konkurrenten auf ihn gerichtet“, sagt Lang, der im letzten Jahr bei seinem Heimrennen Rang fünf belegte. Und auch für dieses Jahr hat er sich viel vorgenommen. „Ich möchte solange wie möglich an der Spitze des Rennens mitfahren und in den Endkampf eingreifen können“, erklärt Pirmin Lang. Nach einem starken Saisonstart (Sieg in Fehraltdorf im Oktober) fiel der 25-Jährige in ein kleines Loch, ehe er zuletzt mit einem zweiten Rang in Bützberg und einem dritten Rang in Sion den Tritt wieder besser fand. Die Form im Hinblick auf Dagmersellen scheint bei Pirmin Lang zu stimmen.

 

Auch Michael Winterberg am Start

Ebenfalls erst in den letzten Tagen konkretisierte sich die Teilnahme des Roggliswilers Michael Winterberg am Radquer in Dagmersellen. Ursprünglich plante der 19-Jährige einen Start am Weltcup-Rennen in Heusden-Zolder (Belgien). In den letzten Wochen fühlte sich Winterberg jedoch kraftlos, kam nicht auf Touren und musste gar den Trainingsaufwand reduzieren. Deshalb verzichtet er nun auf die Reise nach Belgien und startet stattdessen bei seinem Heimrennen. Nach den schwierigen letzten Wochen ist er mit einer Prognose für das Rennen aber vorsichtig. „Ich habe mir keine bestimmte Klassierung zum Ziel gesetzt. Ich hoffe, dass ich bis am Samstag wieder besser in Form komme, versuche das Rennen zu geniessen und mein bestes zu geben“, so Michael Winterberg. Dass er bei seinem ersten Start im Dagmerseller Elitefeld gleich ganz vorne mitmischen kann, darf man sicherlich nicht erwarten.

 

Viele aussichtsreiche Herausforderer

Ganz vorne erwarten darf man hingegen die Schweizer Mountainbikecracks Florian Vogel (Zweiter im Vorjahr in Dagmersellen) und Ralph Näf. Ein heisser Kandidat für das Podest ist auch der Vorjahresdritte und bisherige zweifache Saisonsieger Lukas Flückiger. Gespannt ist man auf den Auftritt von René Lang und Lukas Winterberg. Wie ihre beiden Brüder werden auch sie am Samstag mit besonders viel Applaus und Unterstützung von „ihrem“ Publikum rechnen dürfen. Gefordert werden die Schweizer aber auch von zahlreichen internationalen Fahrern aus Tschechien, der Slowakei, Frankreich, Deutschland, Italien und Belgien. Insgesamt sind sage und schreibe 63 Elitefahrer gemeldet.

 

Grosskampf bei den Damen

Grosse Spannung verspricht auch das Rennen der Damen, welches bereits um 11 Uhr startet. Vorjahressiegerin Jasmin Achermann aus Gunzwil (bisher vier Saisonsiege) wird von Alexandra Bähler, Katrin Leumann und der Littauerin Renata Bucher aufs Ärgste gefordert werden. In der Kategorie B (ab 12.45 Uhr) kündigt sich ein offenes Rennen an, während in der Kategorie C ein weltbekannter Name in der Startliste auftaucht. Hier startet der sechsfache Saisonsieger Andri Frischknecht um 11 Uhr als grosser Favorit.

 

Die Mega-Party im Anschluss

Auch neben der Rennstrecke bietet das Dagmerseller Radquer allen Besucherinnen und Besucher zahlreiche Höhepunkte. So feiert Hans Jucker heuer sein 25-Jahr-Jubiläum als Speaker im Wiggertal. Auch bei seinem 25. Auftritt am Fusse des Chrüzbergs wird der Kult-TV-Reporter die Rennen in seiner unvergleichlichen Art und Weise kommentieren und den Zuschauern näher bringen. Als Ehrenstarterin amtet in diesem Jahr die Leichtathletik-Nachwuchshoffnung Marlen Affentranger. Die 22-jährige Dagmersellerin gewann bei den U23-Schweizermeisterschaft Gold über 100 Meter Hürden und Silber über 100 Meter als auch im Weitsprung. Sie wird die Rennen der verschiedenen Kategorien jeweils mittels Pistolenschuss freigeben.

Im Anschluss an die spektakulären Rennen rund um den Chrüzberg startet ab 16 Uhr die mittlerweile legendäre After-Race-Party in der Chrüzmatthalle. Das Tiroler Tschirgant-Duo wird den Radquer-Fans gehörig einheizen und die Halle zum Kochen bringen. Ein Besuch am Dagmerseller Radquer bietet also auch am kommenden Samstag den einmaligen Mix aus sportlichen Höchstleistungen und gesellschaftlichem Beisammensein.

 

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„Mehr als ein Radquer – ein wahres Dorffest“

 

Hans Jucker schaut auf „seine“ 25 Jahre als Speaker des Radquers zurück

 

Am Stephanstag ist es wieder so weit. Radquerfans aus der ganzen Schweiz werden an den Chrüzberg pilgern. Das 34. Internationale Radquer von Dagmersellen steht auf dem Programm. Und zum 25. Mal als Speaker vor Ort mit dabei: TV-Kultreporter Hans Jucker. Im Interview erklärt er die Faszination Radquer in Dagmersellen.

 

 

 

 

Patrik Birrer

Hans Jucker, Sie sind zum 25. Mal als Speaker beim Radquer in Dagmersellen dabei. Was fasziniert Sie persönlich an diesem Anlass?

 

Hans Jucker: Es ist die ganz spezielle, einzigartige Stimmung während des Radquers. Wenn man ans Quer in Dagmersellen kommt, merkt man sofort, dass das mehr als ein Velorennen ist. Es scheint, als ob das ganze Dorf auf den Beinen ist. Schön finde ich auch, dass sich Jung und Alt am Radquer trifft und zahlreiche Vereine bei der Durchführung des Anlasses aktiv mithelfen. Das gibt dem Dagmerseller Radquer einen ganz eigenen Charakter und verleiht ihm viel Charme. Am Stephanstag findet in Dagmersellen mehr als ein Radquer statt. Es ist ein Dorffest.

 

Wie äussert sich dieser Dorffest-Charakter des Radquers?

 

Hans Jucker: Am besten merkt man es daran, dass die Leute nach der letzten Zieldurchfahrt nicht sofort nach Hause gehen. Nach der Siegerehrung ist das Dagmerseller Quer noch lange nicht vorbei. Es gibt bestimmt auch Leute, die nicht unbedingt wegen des Sports, sondern wegen der Party nach Dagmersellen kommen. Aber Feststimmung herrscht eigentlich immer, schon den ganzen Tag über entlang der Strecke. Egal wo auf der Strecke gibt es die Möglichkeit, zu verweilen, sich zu verpflegen und trotzdem nichts von den Rennen zu verpassen. Das ist einmalig.

 

Welches sind aus ihrer Sicht die grössten Veränderungen rund ums Radquer seit Sie vor 25 Jahren erstmals als Speaker nach Dagmersellen gekommen sind?

 

Hans Jucker: Die ganz grossen Veränderungen sind meiner Meinung nach ausgeblieben. Radquer als Sportart ist in den Grundzügen immer noch sehr ähnlich wie vor 25 Jahren. Klar, die Rennen sind technischer, Laufpartien eher seltener geworden. Auffallend ist natürlich, dass die Schweizer Fahrer nicht mehr zur absoluten Weltspitze gehören. Das war früher ganz anders. Die Popularität des Quersports in der Schweiz hat verglichen mit früher spürbar nachgelassen. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass die Schweizer im internationalen Vergleich nicht mehr zur absoluten Spitze gehören.

 

Trotz des Popularitätsverlustes der Sportart Radquer in der Schweiz sind die Rennen in Dagmersellen eigentlich immer ein Publikumsmagnet geblieben. Wie erklären Sie sich das?

 

Hans Jucker: Für mich hat die Beliebtheit des Dagmerseller Radquers zwei Hauptgründe. Einerseits ist es der angesprochene Dorffestcharakter des Anlasses. Ans Radquer in Dagmersellen geht man einfach, wenn man aus dieser Region ist. Hier trifft man sich, egal ob man sonst auch Radrennen besucht oder nicht. Ein zweiter wichtiger Grund für die Beliebtheit des Quers ist das Datum. Nach den Weihnachtsfeiertagen scheinen viele Leute das Bedürfnis zu haben, an die frische Luft zu gehen. Und wer aus der Region ist und am 26. Dezember an die frische Luft geht, scheint sehr oft das Radquer als Ausflugsziel zu wählen. Attraktiv ist das Dagmerseller Quer sicherlich auch wegen der übersichtlichen Strecke.

 

Sie feiern am 26. Dezember mit ihrem 25. Auftritt als Speaker ein persönliches Jubiläum am Radquer Dagmersellen. Worauf freuen sie sich besonders?

 

Hans Jucker: In erster Linie freue ich auf spannende Rennen, wie wir sie am Chrüzberg schon oft erlebt haben. Das Wetter spielt natürlich auch immer eine wichtige Rolle. Die Fans des Dagmerseller Radquers haben aber schon oft bewiesen, dass sie auch bei schlechtem Wetter an die Rennstrecke kommen. Persönlich freue ich darauf, wieder viele Leute zu treffen, die man nur einmal pro Jahr trifft. Am Radquer in Dagmersellen eben.

 

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Portrait unserer Ehrenstarterin Marlen Affentranger

Schnell und immer schneller

Im vergangenen September feierte die 22-jährige Marlen Affentranger aus Dagmersellen ihre bis anhin grössten sportlichen Erfolge. An den U23-Schweizermeisterschaften der Leichtathleten in Bellinzona gewann sie die Goldmedaille über 100 Meter Hürden sowie jeweils Silber über 100 Meter und im Weitsprung. „Klar habe ich von einem solchen Erfolg geträumt“, sagt die gelernte Polygrafin im Rückblick, „aber erwarten durfte ich ein solches Glanzresultat nicht unbedingt.“ Die drei SM-Medaillen sind der vorläufige Höhepunkt in Marlen Affentrangers Karriere, die schon im Kindesalter lanciert wurde.

 

Des Vaters sportliches Erbe

Als Tochter von Josef „Sämi“ Affentranger, eines begnadeten und erfolgreichen Mittel- und Langstreckenläufers, wurde Marlen Affentranger das sportliche Talent quasi in die Wiege gelegt. Josef Affentranger wurde selbst Schweizermeister im Crosslauf. Die ganze Familie fieberte jeweils bei seinen Läufen am Streckenrand mit. So auch die kleine Marlen. Schon bald blieb es nicht mehr nur beim Zuschauen und Marlen Affentranger nahm selbst an verschiedenen Volksläufen teil. „Ich merkte aber früh, dass die längeren Distanzen nicht mein Ding sind“, sagt sie mit einem Lachen. Viel eher sagte ihr bereits im Kindesalter das Sprintrennen um den Schnellsten Dagmerseller zu. Diesen Anlass gewann sie während ihrer Schulzeit gleich reihenweise. Doch wer denkt, dass Marlen Affentranger bereits in jungem Alter einzig in der Leichtathletik gefördert wurde, der täuscht sich. Im Geräteturnen und im Handball machte Marlen Affentranger genauso mit, wie später in der Läuferriege Gettnau. Im Alter von 14 Jahren schliesslich entschieden sich Affentrangers, ihre Tochter Marlen in die Obhut der Trainer des STV Willisau zu geben. Hier konnte sie sich endgültig auf die von ihr bevorzugten Kurzstrecken konzentrieren.

 

Ausbildung und Sport – Ein Ding der Unmöglichkeit?

Bereits im ersten Jahr trainierte Marlen Affentranger dreimal wöchentlich, später im Alter von 16 Jahren viermal und seit sie 18 ist, kommt es öfter vor, dass fünf Trainingseinheiten à mindestens zwei Stunden pro Woche auf dem Programm stehen. „Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, die Trainings in Willisau zu besuchen. Ohne ihre Unterstützung wäre ich heute nicht hier, wo ich bin“, sagt Marlen Affentranger. Der Support der Eltern war das eine, die Doppelbelastung von Ausbildung und Spitzensport das andere. Gerade in der Lehre sei es nicht immer einfach gewesen, erinnert sich Marlen Affentranger. Nur auf die Leichtathletik zu setzen, sei in der Schweiz kaum denkbar und deshalb sei sie froh, dass sie eine gute Ausbildung abgeschlossen habe. Entgegen gekommen ist ihr bei der Bewältigung der Doppelbelastung auch ihr Lehrbetrieb UD Print in Luzern. Zweimal in der Woche konnte Marlen Affentranger über den Mittag in Luzern Weitsprung trainieren.

 

Grösstes Potenzial im Hürdensprint

Dass die junge Dagmersellerin gleich in drei Disziplinen so erfolgreich ist, scheint nur auf den ersten Blick überraschend. „Zumindest die 100-Meter und der Weitsprung als Kombination betreiben viele Leichtathletinnen und Leichtathleten“, erklärt Marlen Affentranger. Dazu kommt bei ihr noch der Hürdensprint. Ihre Bestleistungen liegen bei 14.08 Sekunden über 100 Meter Hürden, bei 12.11 Sekunden über 100 Meter und bei 6.01 Meter im Weitsprung. Speziell auf das Überspringen der 6-Meter-Marke im Weitsprung sei sie stolz. Am meisten schlummerndes Potenzial ortet Marlen Affentranger vorab im Hürdensprint. Deshalb sei geplant, im kommenden Jahr das Hürdentraining zu intensivieren. Zu diesem Zweck wird sie zweimal pro Woche nach Zürich ins nationale Leistungszentrum fahren und bei Trainer Xaver Weibel an ihrer Hürdentechnik feilen. Der 100-Meter-Sprint und der Weitsprung werden aber nicht gänzlich vernachlässigt. Diese Disziplinen trainiert Marlen Affentranger weiterhin in Willisau mit ihrem langjährigen Trainer Josef Vogel. Aufgrund der zusätzlichen Belastung durch die Übungseinheiten in Zürich möchte Marlen Affentranger künftig „nur“ noch 80-90% arbeiten. Im Moment arbeitet sie bei der Printex in Dagmersellen, dem Geschäft ihrer Eltern. „Ich bin mir bewusst, dass das ein riesiges Privileg ist“, sagt Marlen Affentranger. „So kann ich Sport und Arbeit ideal unter einen Hut bringen.“

 

Ehrgeizig und bescheiden

Die Belastung wird für Marlen Affentranger auch in den nächsten Jahren nicht kleiner werden. Trotzdem hegt die Dagmersellerin ehrgeizige Ziele. „Ich will in allen drei Disziplinen weiterhin konsequent Fortschritte machen und meine persönlichen Bestleistungen verbessern.“ Kommendes Jahr startet sie bei den Aktiven und wird sich mit den besten Leichtathletinnen des Landes messen. Ihr grösstes Ziel sei es, verletzungsfrei durch die Saison zu kommen. Das war in diesem Jahr leider nicht der Fall. Und trotzdem feierte Marlen Affentranger grosse Erfolge. Was also ist möglich, wenn Marlen Affentranger eine ganze Saison planmässig trainieren kann? Hier gibt sie sich bescheiden. „Es ist schwierig, eine Prognose für die nächsten Schweizermeisterschaften bei den Aktiven zu stellen. Wichtig ist, dass ich mich im Verlauf der Saison stetig verbessern kann“, meint sie bescheiden, fügt dann aber an: „Natürlich möchte ich bei der Vergabe der SM-Medaillen auch ein Wörtchen mitreden.“

 

„Ein einmaliger Anlass für die Region“

Als OK-Präsident Wolfgang Kristan sie für das Amt der Ehrenstarterin am Radquer angefragt habe, sei sie schon stolz gewesen. „Es zeigt mir, dass meine Leistungen wahrgenommen werden. Das hat mich sehr gefreut.“ Für die Zusage musste sie nicht lange überlegen. „Für mich ist es eine Ehre, dieses Amt beim Radquer in meinem Heimatdorf ausüben zu dürfen.“ In früheren Jahren war Marlen Affentranger auch schon Gast beim Radquer. „Das Radquer in Dagmersellen ist mehr als ein reiner Sportanlass. Es ist einmalig für unser Dorf und die Region. Das Interesse der Leute ist riesig.“ Für den Stephanstag 2009 erhofft sich unsere Ehrenstarterin Marlen Affentranger gutes Wetter, zahlreiche Zuschauer und ganz einfach ein tolles Fest im Zeichen des Sports.

 

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Spektakel am Stephanstag

Der 26. Dezember ist für die Radquerfans aus dem Wiggertal und der ganzen Schweiz ein Pflichttermin. Immer am Stephanstag geht das Internationale Radquer von Dagmersellen über die Bühne. 2009 bereits zum 34. Mal. Und die Besucher werden auch heuer vollends auf ihre Kosten kommen.

 

pbi – Für die Organisation des Internationalen Radquers von Dagmersellen zeichnet sich traditionellerweise der Veloclub Dagmersellen verantwortlich. Seit mehreren Monaten wieder ist das 15-köpfige OK mit den Vorbereitungsarbeiten auf den Grossanlass beschäftigt. OK-Präsident Wolfgang Kristan kann dabei auf ein eingespieltes Team zählen. Einzig Personalchef Laurent Arn trat von seinem Amt zurück und musste ersetzt werden. Mit Karin Schärer konnte der OK-Chef eine topmotivierte Nachfolgerin für dieses wichtige Ressort gewinnen. Die Vorbereitungen laufen vollends nach Plan und einer gewohnt reibungslosen Durchführung des beliebten Radquers steht auch in diesem Jahr nichts im Wege.

 

Ehrenstarterin Marlen Affentranger

Als Ehrenstarterin konnten die Organisatoren für die diesjährige Austragung des Radquers die Einheimische Marlen Affentranger gewinnen. Die 22-jährige Dagmersellerin machte erst kürzlich landesweit auf sich aufmerksam. An den U23-Leichtathletik-Schweizermeisterschaften im September in Bellinzona wurde Marlen Affentranger Schweizermeisterin über 100 Meter Hürden. Doch damit nicht genug. Sowohl über 100 Meter als auch im Weitsprung gewann sie zusätzlich die Silbermedaille. Am Stephanstag wird Marlen Affentranger quasi vor ihrer eigenen Haustüre die Radquerfahrerinnen und Radquerfahrer per Pistolenschuss auf die Rennstrecke schicken.

 

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Ein eingespieltes Team am Werk

Dagmersellen – Vorbereitungen auf das 34. Internationale Radquer laufen

Anders als in den vergangenen Jahren erfuhr die Zusammensetzung des Organisationskomitees für das 34. Internationale Radquer von Dagmersellen kaum personelle Veränderungen. OK-Präsident Wolfgang Kristan kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen.

 

pbi – Noch im vergangenen Jahr hatte OK-Präsident Wolfgang Kristan einige personelle Vakanzen aufzufüllen. Im Hinblick auf das 34. Internationale Radquer am Dagmerseller Chrüzberg ist das anders. Auch die letzte Lücke im OK konnte in den vergangenen Wochen geschlossen werden. Als neue Personalchefin amtet Karin Schärer. In dieser Funktion wird sie Nachfolgerin von Laurent Arn. Die Vorbereitungen in den verschiedenen Ressorts verlaufen absolut planmässig. Die Radquerfans dürfen sich auch in diesem Jahr auf verschiedene sportliche und gesellschaftliche Höhepunkte am Stephanstag, 26. Dezember freuen.

 

Spektakel in der Radquerhochburg

Das Dagmerseller Radquer hat sich in den vielen Jahren einen hervorragenden Namen erarbeitet. Rund 3500 Fans strömten in den letzten Jahren jeweils an den Chrüzberg und sorgten für eine tolle Rennatmosphäre. Aber wie gewohnt bietet das Internationale Radquer von Dagmersellen nicht nur sportliches Spektakel. Auch während und vor allem nach den Rennen geht im Wiggertaler die Post ab. Traditionell steigt im Anschluss an die sportlichen Höchstleistungen in der nahegelegenen Chrüzmatthalle die rauschende After-Race-Party. Eingeheizt wird den Radquerfans heuer vom Tschirgant-Duo aus dem Tirol.

 

Ehrenstarterin Marlen Affentranger

Als Ehrenstarterin konnte OK-Präsident Wolfgang Kristan die Leichtathletin Marlen Affentranger verpflichten. Die 22-jährige Dagmersellerin kürte sich erst im vergangenen September an der U23-Leichtathletik-Schweizermeisterschaft in Bellinzona zur Schweizermeisterin über 100 Meter Hürden und gewann über 100 Meter und im Weitsprung jeweils die Silbermedaille. Sie wird beim Internationalen Radquer quasi vor ihrer eigenen Haustüre die Rennfahrerinnen und Rennfahrer mittels Startschuss auf die Strecke schicken.

Und noch ein weiteres ganz spezielles Highlight bietet die 34. Austragung des Dagmerseller Radquers: Kultspeaker und Fernsehreporter Hans Jucker feiert heuer ein eindrückliches Jubiläum in Dagmersellen. Zum 25. Mal wird Jucker die Rennen in seiner unvergleichlichen Art und Weise den Zuschauerinnen und Zuschauer näher bringen. Für alle Radquerfans gilt deshalb: Den 26. Dezember in der Agenda dick anstreichen und ab nach Dagmersellen an den Chrüzberg.

 

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33. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2008

Kronfavorit Mourey distanzierte die Schweizer

Bei schönstem Winterwetter vor über 3000 Zuschauern am Chrüzberg setzte sich der französische Topfavorit Francis Mourey im Eliterennen des Internationalen Radquers von Dagmersellen durch. Lokalmatador Pirmin Lang zeigte ein beherztes Rennen und belegte am Ende Rang fünf.

 

pbi – Elf von insgesamt zwölf Runden prägte eine Dreiergruppe das Renngeschehen im Rennen der Profis beim 33. Internationalen Radquer von Dagmersellen. Die beiden Schweizer Florian Vogel und Lukas Flückiger hatten sich zusammen mit dem meistgenannten Favoriten Francis Mourey aus Frankreich abgesetzt. Doch in der letzten Runde zog der Franzose auch seinen letzten beiden Begleitern den Zahn und siegte schliesslich mit drei Sekunden Vorsprung auf Vogel und Flückiger. Hinter dem Viertplatzierten Laurent Colombatto aus Frankreich bodigte der Einheimische Pirmin Lang eine Vierergruppe im Sprint und sicherte sich so den fünften Platz. „Mir fehlte heute der letzte Tick, um ganz vorne mithalten zu können“, meinte Lang nach der Zieldurchfahrt. Klar, habe er sich – gerade nach dem dritten Rang vor Jahresfrist – mehr vorgenommen. „Aber ich hatte nicht den besten Tag und deshalb lag nicht viel mehr drin.“

 

Jasmin Achermann siegt vor Sabine Spitz

Pirmins Bruder René Lang belegte in der Elitekategorie den 15. Rang. Mit diesem Resultat konnte der jüngere der Lang-Brothers zufrieden sein: „Viel mehr durfte ich in Anbetracht der Startliste nicht erwarten. Das Resultat entspricht meinen Erwartungen und meinen bisherigen Leistungen in diesem Jahr.“
In der Frauenkategorie konnte die Gunzwilerin Jasmin Achermann einen Heimsieg feiern. Im gut besetzten Frauenrennen verwies die erst 19-Jährige unter anderem die Mountainbike-Olympiasiegerin von Peking, Sabine Spitz aus Deutschland und die Dagmersellen-Siegerin von 2006, die Littauerin Renata Bucher auf die Ehrenplätze. Von Anfang an gab die Seriensiegerin dieses Jahres den Tarif bekannt und gewann das Chrüzbergquer in überlegener Manier mit schliesslich fast einer Minute Vorsprung.

 

Michael Winterbergs Spurt auf das Podest

Mit einem klaren Ziel war der Roggliswiler Michael Winterberg zum Rennen der Junioren, Amateure und Masters in der Kategorie B gestartet. Ein Podestplatz sollte es in seinem Heimrennen werden. Und mit einer bemerkenswerten Willensleistung und einer gewissen Schlitzohrigkeit vermochte sich der 18-Jährige – auch ein bisschen zum eigenen Überraschen – im Kampf um Platz drei durchzusetzen. „In der zweitletzten Runde war ich schon völlig ausgepumpt. Ich dachte nicht mehr daran, dass ich es schaffen könnte. Umso glücklicher bin ich über diesen dritten Platz“, meinte Michael Winterberg. Vor Winterberg klassierten sich der überlegene Sieger Matthias Rupp und Arnaud Grand. Das Rennen der Kategorie C, jenes der Anfänger gewann der Amerikaner Yannick Eckmann hauchdünn vor Lars Forster und Fabian Lienhard. Bei den Schülern setzte sich im Gesamtklassement, bestehend aus Technikparcours und Rennen, Dominic Grab vor dem Franzosen Eliot Olivier und Johan Jacobs durch.

 

Radquerhochburg Dagmersellen

Die Radquerfans aus der Region bestätigten einmal mehr ihren Ruf als besonders begeisterungsfähiges Publikum. 3200 Zuschauerinnen und Zuschauer pilgerten bei strahlendem Sonnenschein im Verlauf des Stephanstags an den Fuss des Chrüzbergs und sorgten entlang der Strecke für beste Stimmung. Kult-Speaker Hans Jucker kommentierte die Rennen in seiner unnachahmlichen Art und Weise und trug seinen Teil zum Spektakel bei. Im Anschluss an die hartumkämpften Rennen zogen die Fans in die Chrüzmatthalle und liessen dort die legendäre After-Race-Party steigen.

 

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Die Streckenbauer im Grosseinsatz

Am Stephanstag donnern die Radquercracks wieder mit Vollgas über die attraktive Chrüzbergstrecke. Damit dies möglich ist, sind die Streckenbauer bereits drei Wochen vor dem Event am Chrüzberg im Einsatz und richten den Parcours für den grossen Tag her.

 

pbi – Trübe Aussichten am vergangenen Samstag: Es war kalt und es regnete respektive schneite fast den ganzen Tag. Doch ganz egal welche meteorologischen Bedingungen jeweils vorherrschen, der erste Samstag im Dezember ist der Termin für Beni Tschopp, den Streckenverantwortlichen des Radquer Dagmersellen und seine Helfer, um mit den Arbeiten rund um die Chrüzbergstrecke zu beginnen. „Am ersten Samstag schlagen wir immer die Holzpfähle zur Streckebegrenzung ein“, erklärt Beni Tschopp. „Am zweiten Samstag im Dezember werden die Aussenstände errichtet und alle sonstigen baulichen Aufgaben erledigt.“ Für den vergangenen Samstag hiess das konkret, rund 600 Holzpfähle einzuschlagen. Dabei erhielten Streckenchef Beni Tschopp und der Bauverantwortliche Hubi Bussmann Unterstützung von Kollegen des Veloclubs Dagmersellen.

 

Ein Znüni zum Aufwärmen

Trotz des miesen Wetters wollte sich Beni Tschopp nicht beklagen. „Klar wäre es angenehmer, bei Sonnenschein und milden Temperaturen. Aber wir sind froh, dass der Boden nicht gefroren ist. Das wäre richtig mühsam.“ Dann nämlich müssten Locheisen zum Einsatz gelangen und das Einschlagen der Holzpfähle würde deutlich länger dauern als bei weichem Boden. Und nachdem zirka die halbe Strecke mit den Holzpfählen abgesteckt war, konnten sich die Streckenbauer des VC Dagmersellen bei Anna Böll bei Kaffee und Lebkuchen etwas Aufwärmen für den letzten Teil ihrer Arbeit am Chrüzberg. Bereits gegen Mittag war das Werk vollbracht, die rund 600 Holzpfähle eingeschlagen. „Die Helfer wissen wies funktioniert und so kommen wir auch schnell vorwärts“, sagt Beni Tschopp. Am 26. Dezember, dem Renntag selbst, besteht seine wichtigste Aufgabe in der Streckenkontrolle und der Instruktion der Helfer bei der Streckensicherung.

Die Radquerfahrerinnen und Radquerfahrer des 33. Internationalen Radquers werden zweifelsohne auch bei der Ausgabe 2008 genauso wie die hoffentlich zahlreich erscheinenden Zuschauerinnen und Zuschauer auf die gewohnt einwandfreie Infrastruktur rund um den Chrüzberg stossen.

 

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Karin Thürig - Weltklasse in mehreren Sportarten

 

Patrik Birrer - Bereits in ihrer Kindheits- und Jugendzeit spielte Bewegung für die heute 36-jährige Karin Thürig eine zentrale Rolle. „Ich komme aus einer sehr sportbegeisterten Familie. Es verging kaum ein Wochenende, ohne dass wir gemeinsam etwas im Freien angestellt haben“, erinnert sie sich zurück. Zum Spitzensport fand Karin Thürig allerdings erst relativ spät. Ihre erste grosse Leidenschaft war Volleyball. In dieser Sportart schaffte sie es bis ins Jahr 1997 mit dem BTV Luzern bis in die Nationalliga B. Aber bereits während ihrer „Volleyballerkarriere“ hatte das Velo für die in Rothenburg aufgewachsene Karin Thürig eine grosse Bedeutung. Ob an ihren Arbeitsplatz in Emmenbrücke – Karin Thürig absolvierte die Kaufmännische Lehre – nach Luzern in die Berufsschule, oder zu ihrem liebsten Hobby, den Pferden, stets war sie mit dem Velo unterwegs.

 

Zwei prägende TV-Erlebnisse

Als auslösendes Ereignis, welches die Begeisterung für ihre neue Passion weckte, bezeichnet Karin Thürig eine TV-Aufzeichnung des Ironman Hawaii. „Als ich diesen Beitrag gesehen habe, war ich beeindruckt“, sagt Karin Thürig heute. Sie begann, parallel zur Weiterbildung in Betriebswirtschaft und bei einem Arbeitspensum von 80% mit dem Training für Kurzdistanz Triathlon. Sehr bald konzentrierte sie sich dann aber auf den Duathlon. Und in den Jahren 2001 und 2002 gewann Karin Thürig im Langdistanz-Duathlon alles, was es zu gewinnen gab. In diesen beiden Jahren wurde sie zweimal sowohl Weltmeisterin als auch Gesamtweltcup-Siegerin. In der Folge sah sich die Luzernerin nach einer neuen sportlichen Herausforderung um. Und wieder sollte die Fernsehberichterstattung eine wichtige Rolle spielen. „Die Übertragung der Olympischen Spiele von Sydney 2000 lösten in mir ebenfalls etwas aus. Olympia war für mich nie ein Kindheitstraum, doch seit dem Jahr 2000 stets im Hinterkopf präsent.“

 

Der Umstieg in den Radsport

Bereits in der Zeit, in welcher sie ihre grössten Erfolge im Duathlon feierte, begann Karin Thürig auf den Radsport und dort im Speziellen auf das Zeitfahren zu setzen. Im Jahr 2001 wurde sie bei ihrer ersten Teilnahme an den Zeitfahr-Schweizermeisterschaften auf Anhieb Zweite. Nur ein Jahr später holte sie an der WM als Drittplatzierte die Bronzemedaille. Nach mehreren Gesprächen mit den Verantwortlichen von Swisscycling entschloss sich Karin Thürig die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Athen über die Bahn anzustreben. So startete sie im Jahr 2003 das Projekt „3000 Meter Einzelverfolgung“ auf der Bahn. An der B-WM in Aigle 2003 siegte Karin Thürig auf Anhieb und sicherte sich so das Olympia-Ticket für Griechenland.

 

Eine aussergewöhnliche Einzelerscheinung

Nach geschaffter Olympiaqualifikation für 2004 setzte Karin Thürig aber nicht ausschliesslich auf die Disziplinen Bahn und Zeitfahren. Quasi parallel dazu kehrte sie zu ihrer ersten grossen sportlichen Liebe, dem Triathlon zurück. Bis 2007 fuhr sie auf den beiden Schienen Radsport und Triathlon und stellt darin eine weltweit einmalige Erscheinung dar. Keine andere Frau und auch kein Mann kann Ähnliches von sich behaupten und schon gar nicht solche Erfolge vorweisen. 2004 und 2005 wurde Karin Thürig Weltmeisterin im Zeitfahren, 2006 holte sie WM-Silber. An den Olympischen Spielen in Athen 2004 und in Peking 2008 gewann sie jeweils die Bronzemedaille, dazu kommen fünf Schweizermeistertitel. Auf der Bahn wurde Karin Thürig 2005 WM-Dritte, gewann 2003 und 2004 je ein Weltcuprennen und 2004 in Athen als Fünfte ein olympisches Diplom. Und auch die Erfolge im Triathlon lassen sich sehen. Siegerin des Ironman France 2002, des Ironman Zürich 2005 und des Ironman Lanzarote 2006 sowie des Half Ironman Monaco 2006. Das wie es scheint simple Erfolgsrezept: „Ich trainiere wahnsinnig gerne, brauche mich nicht täglich neu zu motivieren, höre auf meinen Körper und gönne mir wenn nötig auch einmal eine Pause“, sagt Karin Thürig.

 

Volle Konzentration auf die Heim-WM

Im Jahr 2004 wurde Karin Thürig zudem vom Schweizer TV-Publikum zur Schweizer Sportlerin des Jahres gekürt und bereits viermal erhielt sie den Titel Zentralschweizer Sportlerin des Jahres. Aufgrund der völlig unterschiedlichen Beanspruchungen in ihren verschiedenen Disziplinen entschloss sich Karin Thürig für 2008 voll und ganz auf Olympia in Peking und dort auf das Zeitfahren zu setzen. „Der Frauenradsport hat sich in den letzten Jahren extrem entwickelt, deshalb wollte ich mich bestmöglich auf Peking vorbereiten, um dort eine Medaille zu gewinnen. Zu diesem Zweck musste ich beim Triathlon zurückstecken, was mir nicht immer ganz leicht gefallen ist“, gibt Karin Thürig unumwunden zu. Mit dem Gewinn ihrer zweiten olympischen Bronzemedaille hat sie aber gezeigt, dass ihre Entscheidung richtig war. Auch für das Jahr 2009 will Karin Thürig noch einmal schwerpunktmässig auf das Zeitfahren setzen. Im September 2009 finden die Weltmeisterschaften nämlich in Mendrisio statt. „An der Heim-WM versuche ich noch einmal zu glänzen“, meint Karin Thürig vielsagend. Ein zweites Jahr so ganz ohne Triathlon möchte Karin Thürig dann aber doch nicht. Sie wird versuchen, sich für den Ironman Hawaii zu qualifizieren, obwohl dieser nur zwei Wochen nach der Rad-WM auf dem Programm steht. „Die Vorbereitung wird sicherlich nicht optimal sein. Aber Triathlon ist nun mal meine grosse Leidenschaft und Hawaii der Ironman schlechthin“, so Karin Thürig.

 

Premiere in Dagmersellen

Für das Amt der Ehrenstarterin am Internationalen Radquer von Dagmersellen hat Karin Thürig gerne zugesagt. „Das Dagmerseller Radquer ist weitherum bekannt und wenn ich mit meinem Namen noch einige zusätzliche Sponsoren zu einem Engagement für das Dagmerseller Radquer oder einige Fans für einen Besuch am Stephanstag motivieren kann, mache ich das erst recht gerne“, sagt Karin Thürig. Und das Radquer am Stephanstag stellt für die Powerfrau aus Retschwil selbst eine Premiere dar. „Ich war noch nie an einem Radquer. Auch deshalb freue ich mich ganz besonders auf den Anlass.“

 

Weitere Infos zu Karin Thürig: www.karinthuerig.ch

 

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Top-Cracks garantieren für Hochspannung

Das Dagmerseller Radquer kämpft Jahr für Jahr gegen die Konkurrenz eines belgischen Weltcuprennens. Trotzdem kann das Dagmerseller OK auch in diesem Jahr wieder ein absolutes Top-Starterfeld in allen Kategorien präsentieren.

 

Patrik Birrer - Der bisher letzte Coup von Els Gassmann, der Verantwortlichen für die Fahrerverpflichtungen, ist das Engagement des Franzosen Francis Mourey. Der 28-jährige Mourey startet nach 2006, als er das Chrüzberg-Quer gleich auf Anhieb gewinnen konnte, zum zweiten Mal in Dagmersellen. Als grösste Erfolge feierte Francis Mourey den Gewinn der Bronzemedaille an der Radquer-WM 2006, sowie den Sieg beim Weltcup-Rennen in Treviso ebenfalls im Jahr 2006. Der Sieg in der Elitekategorie wird wohl nur über den Franzosen führen, der seine gute Form mit dem Sieg am Radquer in Hittnau Anfang November bereits unter Beweis stellte.

 

Schweizer als erste Herausforderer?

Mit Alexandre Moos (36) startet auch der Titelverteidiger des vergangenen Jahres erneut am Chrüzberg. Nach der dramatischen Entscheidung im Vorjahr, als Moos erst durch einen Juryentscheid zu Ungunsten von Thomas Frischknecht auf das oberste Treppchen steigen durfte, wird der Romand alles daran setzen, auch im Jahr 2008 in Dagmersellen zu triumphieren. Der letztjährige Drittplatzierte und Lokalmatador Pirmin Lang wird vor „seinem“ Publikum ebenfalls topmotiviert und bestrebt sein, das tolle Resultat vom Vorjahr zu bestätigen. Ebenfalls nicht ausser Acht gelassen werden dürfen die Mountainbike-Spezialisten Ralph Näf und Florian Vogel. Vogel bekundete vor einem Jahr in Dagmersellen grosses Pech, als er in der Spitzengruppe fahrend auf der letzten Runde stürzte und schliesslich Vierter wurde.

Fahrer aus insgesamt sieben Nationen sind für das Rennen der Elite bisher gemeldet. Speziell zu beachten gilt es dabei die Belgier Tim van Nuffel und den erst 22-jährigen Bart Verschueren. Immer wieder gut für starke Leistungen in Dagmersellen sind die tschechischen Athelten, deren aussichtsreichsten Kandidaten wohl Kamil Ausbuher und Vaclav Metlicka sein dürften. Nicht zuletzt werden viele Radquerfans interessiert auf das Abschneiden von Altmeister Beat Breu schauen. Nach den letztjährigen guten Resultaten in der Kategorie B verdiente sich der ehemalige Bergfloh den Aufstieg und startet heuer wieder mit den absoluten Cracks in der Elitekategorie. Mit dem Bonus des Heimrennens starten im Elitefeld auch der amtierende U23-Schweizermeister René Lang (Pfaffnau) sowie Lukas Winterberg aus Roggliswil.

 

Olympiasiegerin Spitz am Start

Beim Rennen der Frauen zeichnet sich ein Grosskampf um den Sieg am Chrüzberg ab. Ein spannender Rennausgang kündigt sich speziell zwischen der Littauerin Renata Bucher vom VC Schötz (Dagmersellen-Siegerin 2006), Katrin Leumann (Vorjahressiegerin) und der Mountainbike-Olympiasiegerin von Peking 2008 Sabine Spitz aus Deutschland (Siegerin 2004) an. Ebenfalls ganz vorne mitmischen möchte die 19-jährige Gunzwilerin Jasmin Achermann, die ihre Ambitionen mit dem dritten Rang vor einem Jahr und bereits zwei Saisonsiegen (Frenkendorf und Meilen) eindrücklich angedeutet hat.

In der Kategorie B der Amateure, Masters und Junioren startet mit Markus Schenkel der Titelverteidiger vom vergangenen Jahr. Dabei wird er vom letztjährigen Sieger der Kategorie C, Lukas Müller und auch vom dreifachen Saisonsieger Matthias Rupp herausgefordert werden. Ebenfalls ein ganz heisser Sieganwärter in der Kategorie ist der Roggliswiler Michael Winterberg. Ob er in Dagmerseller oder in Belgien am Weltcup startet ist allerdings noch unklar.

 

Andri: die dritte Generation Frischknecht

In der Kategorie C schliesslich ist mit Andri (14) bereits die dritte Generation der Radquer-Dynastie Frischknecht am Start. Der Enkel von Peter und Sohn von Thomas Frischknecht hat mit seinem Sieg vor Jahresfrist in der Kategorie Schüler bewiesen, dass er auf bestem Weg ist, in die grossen Fussstapfen seines Vaters und Grossvaters zu treten. Und auch in der höheren Kategorie hat er in diesem Jahr mit Rang 2 am Radquer in Meilen überzeugt.

Die Radquerfans aus der ganzen Schweiz werden bei diesem Starterfeld bestimmt auch bei der 33. Ausgabe des Internationalen Radquers von Dagmersellen in den Genuss von hartumkämpften und bis zum Schluss spannenden Rennen auf der spektakulären Chrüzbergstrecke kommen.

 

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Frisches Blut und alte Hasen

Das Organisationskomitee des 33. Internationalen Radquers von Dagmersellen hat auch in diesem Jahr einige personelle Veränderungen erfahren. Alle Vakanzen konnten mit motivierten Personen besetzt werden und so dürfen sich alle Radquerfans auch heuer auf einen spektakulären Stephanstag rund um den Dagmerseller Chrüzberg freuen

 

pbi – OK-Präsident Wolfgang Kristan nimmt sein zweites Dagmerseller Radquer an der Spitze des OK's in Angriff. Und er hatte mit seinen Kolleginnen und Kollegen gleich in zwei Schlüsselressorts Nachfolger für langjährige OK-Mitglieder zu suchen. Hugo Bossert (Personalchef) und Daniel Egli (Festwirt) haben ihre Tätigkeiten im OK aufgegeben, genau so wie Barchef Willi Lörch. Mit Laurent Arn im Ressort Personal und der Doppelbesetzung von Guido Kronenberg und André Godel im Ressort Festwirtschaft konnten die entstandenen Lücken geschlossen werden. Gleiches gilt auch für den Barbetrieb, wo mit Severin Najer ein neuer Barchef gefunden werden konnte. Die Einarbeitung der neuen OK-Mitglieder durch ihre Vorgänger funktionerte tadellos, so dass die Vorbereitungen absolut planmässig verlaufen.

 

Spitzensport und vieles mehr

Wie in all den vergangen Jahren bietet das Dagmerseller Radquer am 26. Dezember nicht nur Radsport vom Feinsten, sondern auch rund um die Rennstrecke ein abwechslungsreiches Programm. So werden sich die Zuschauerinnen und Zuschauer an zahlreichen Aussenständen direkt an der Strecke verköstigen können. Und im Anschluss an die Wettkämpfe geht in der Chrüzmatthalle die Post ab. Bei Unterhaltung durch die Füürwehrchörli-Musig Nebikon wird die gewohnt rauschende Radquerparty ihren Lauf nehmen.

 

Ehrenstarterin Karin Thürig

Ein besonderer Coup ist den Veranstaltern bei der Verpflichtung der Ehrenstarterin gelungen. Mit der in Retschwil wohnhaften Karin Thürig konnte nicht nur eine weit herum bekannte Persönlichkeit aus der näheren Umgebung für einen Besuch in Dagmersellen gewonnen werden, sondern die herausragende Schweizer Radfahrerin der vergangenen Jahre schlechtin. Die zweifache Zeitfahrweltmeisterin (2004/2005) und zweifache Bronzemedaille-Gewinnerin im Zeitfahren der Olympischen Spiele (Athen 2004 und Peking 2008) wird die Querfahrerinnen und –fahrer mittels Pistolenschuss auf ihre Runden schicken.

Auch die 33. Austragung des traditionellen Dagmerseller Radquers verspricht, eine mit vielen Highlights auf und neben der Rennstrecke zu werden.

 

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32. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2007

Herzschlagfinale am Chrüzberg

Das 32. Internationale Radquer von Dagmersellen hielt, was es versprach. Über 3000 Zuschauer trotzten beissender Kälte und Schneefall. Sie wurden Zeugen dramatischer Rennen, mit dem Höhepunkt im Eliterennen: Alexandre Moos siegte erst nach einem Juryentscheid.

 

pbi – Im Vorfeld war in der Kategorie A der Elitefahrer die Rede von einer offenen Ausgangslage gewesen. Der Kreis der Favoriten umfasste rund ein halbes Dutzend Fahrer. Im Rennen selbst setzte sich schon bald eine vierköpfige Gruppe ab, zu welcher erfreulicherweise auch der einheimische Pirmin Lang gehörte. Zusammen mit Alexandre Moos und den beiden Mountainbikern Florian Vogel und Thomas Frischknecht konnte der 23-Jährige Lang die Konkurrenz schon früh distanzieren. Bis zu Rennhälfte hielt Lang hervorragend mit,  bekundete dann aber zusehends Mühe. „In der fünftletzten Runde wurde es für mich immer härter in den steilsten Passagen mitzuhalten. Irgendeinmal wurde die Lücke zu gross und ich konnte sie nicht mehr schliessen.“ Lang musste Vogel, Moos und Frischknecht ziehen lassen.

 

Vogels Sturz – Frischknechts Strafversetzung

Zu dritt waren die Spitzenfahrer auch wenige hundert Meter vor dem Ziel noch unterwegs, als Florian Vogel beim Versuch über die Hürden zu springen, stürzte. Moos und Frischknecht profitierten und bogen gemeinsam auf die Zielgerade ein. Was folgte war ein Sprint mit „Haken und Ösen“, wie es Speaker Hans Jucker meinte. Frischknecht fuhr hauchdünn vor einem wild gestikulierenden Alexandre Moos über die Ziellinie. Strassenspezialist Moos, bereits die letzten beiden Jahren in Dagmersellen auf Platz 2 klassiert, fühlte sich offensichtlich beim Sprint durch Frischknecht behindert. Sein Protest wurde nach Analyse eines Videos vom Zielsprint, das ein Zuschauer gedreht hatte,gutgeheissen. Frischknecht wurde um eine Position zurückversetzt, Moos zum Sieger des 32. Internationalen Radquers von Dagmersellen erklärt. Neben den beiden stieg Pirmin Lang als Dritter aufs Podest. Auch er hatte noch vom Sturz Vogels profitiert und krönte seinen starken Auftritt beim Heimrennen mit dem dritten Platz.

 

Beat Breu in den Top-Ten

Auch in der Kategorie B, jener der U23, Amateure, Masters und Junioren fiel die Entscheidung um den Tagessieg erst im Schlussspurt. Markus Schenkel (Hittnau) bodigte in einem grossartigen Finish Simon Nuber aus Deutschland und Jonas Baumann und liess sich als Sieger feiern. Der 50-jährige Beat Breu zeigte eine beachtenswerte Leistung und klassierte sich inmitten von Fahrern, die allesamt 30 Jahre jünger sind als er, auf dem starken 10. Rang. Breu genoss entlang der gesamten Strecke speziell viele Anfeuerungsrufe des Dagmerseller Publikums, das auch in diesem Jahr wieder für eine tolle Ambiance sorgte. Lokalmatador Michael Winterberg, der im Vorfeld zu den Siegesanwärtern gehört hatte, stand wie sein älterer Bruder Lukas in Belgien am Weltcup im Einsatz.

 

Leumann besiegt Spitz

Das Rennen der Damen endete mit dem Sieg von Katrin Leumann aus Riehen. Sie distanzierte Ex-Mountainbike-Weltmeisterin Sabine Spitz aus Deutschland schon in der zweiten von sechs Runden vorentscheidend und feierte einen ungefährdeten Erfolg. Als starke Dritte klassierte sich die erst 18-jährige Jasmin Achermann aus Gunzwil, ihrerseits nur zwei Sekunden hinter Spitz. Im Rennen der Anfänger (Jahrgänge 1992 und 1993) siegte Lukas Müller aus Steinmaur vor Joel Peter und Fabian Lienhard. Alle drei profitierten unter anderem vom riesigen Pech Gabriel Chavannes, der als Führender in die letzte Runde ging und dem auf den letzten Kilometern der Wechsler an seinem Rad kaputt ging. Zu Fuss, sein Fahrrad geschultert und unsäglich enttäuscht, aber unter grossem Applaus der Zuschauer erreichte er das Ziel als Zwölfter.

 

Trotz allem ein Frischknecht-Sieg

Was Vater Thomas Frischknecht bei der Elite verwehrt blieb, schaffte Sohnemann Andri Frischknecht. In der Kategorie Schüler setzte sich der 13-Jährige als Sieger sowohl im Rennen wie auch im Technikparcours souverän durch.

Im Anschluss an die hochspannenden Rennen zog es die zahlreichen Zuschauer in die angenehme Wärme der Chrüzmatthalle, wo die rauschende After-Race-Party mit Unterhaltung der Band A-kustic über die Bühne ging.

 

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Ehrenstarter

Dominique Aegerter  -  Highspeed auf zwei Rädern

 

Patrik Birrer - „Mit etwa drei Jahren bin ich schon mit einem 50ccm Seitenwagen unseren Parkplatz rauf- und runter gefahren“, erinnert sich Dominique Aegerter an die Anfänge seiner Motorsportkarriere. Sein Vater Fere ist Inhaber einer Motorrad- und Auto-Werkstatt und so liegt es nahe, dass Dominique schon in sehr jungem Alter in Kontakt mit allerlei lauten und schnellen Gefährten kam. „Meine Mutter war zuerst relativ skeptisch. Sie wollte immer, dass ich nicht so viel fahre“, sagt Dominique Aegerter und fügt an, „aber ich war von Anfang an fasziniert von den Motoren und der Geschwindigkeit.“

 

Rascher Aufstieg...

Was nach den ersten Runden auf dem Parkplatz im Alter von drei Jahren folgte, war ein stetiger und schneller Aufstieg. Mit fünf Jahren fuhr Dominique seine ersten Motocross-Rennen im Club Schönenberg. Es folgten die Wechsel zu den 60ccm- und anschliessend zu den 80ccm-Motocross-Maschinen. Mit zwölf Jahren bestritt Dominique nebst den Motocross-Schweizermeisterschaften zusätzlich auch Strassenrennen mit 50ccm-Maschinen. Wenig später fuhr er immer noch parallel im ADAC Junior Cup 125ccm in Deutschland auf der Strasse und die 80ccm-Motocross Schweizermeisterschaft. Da viele Rennen jeweils an den gleichen Wochenenden stattfanden, musste sich Dominique im Jahr 2004 entscheiden, ob er ganz auf Motocross oder auf Strassenrennen setzen wollte. Dominique Aegerter wählte die Rennen auf der Strasse. „Ein schwieriger Entscheid“, sagt der heute 17-Jährige im Rückblick. „Aber zweifelsfrei der richtige“, ergänzt er sogleich. Da die Möglichkeiten in der Schweiz nicht gegeben sind, Strassenrennen zu fahren, folgte noch im selben Jahr der definitive Wechsel nach Deutschland in die Internationale Deutsche Meisterschaft der 125ccm.

 

...endet im WM-Zirkus

2004 in seiner ersten Saison in der Deutschen Meisterschaft klassierte sich Dominique Aegerter als Gesamt-15. Ein Jahr später war er schon Neunter und im Jahr 2006 wurde er Zweiter in der Gesamtwertung. „Die Internationale Deutsche Meisterschaft wird von Sponsoren und WM-Teams rege beobachtet. Mit meinen guten Leistungen konnte ich auf mich aufmerksam machen“, sagt Dominique Aegerter. Olivier Métraux entdeckte den jungen Berner und vermittelte ihm einen Platz im Multimedia-Team von Aprilia. Im September 2006 debütierte Dominique Aegerter in Portugal in der 125ccm-Weltmeisterschaft und fuhr auch das WM-Rennen von Valencia. Der Wechsel in den WM-Zirkus brachte viele Veränderungen „Alles ist viel grösser und läuft professioneller ab“, erklärt Dominique Aegerter. „Plötzlich stand ich vor Fahrern, die ich nur aus dem Fernsehen kannte.“

 

Die ersten WM-Punkte

2007 bestritt Dominique Aegerter dann die gesamte WM-Saison und rückblickend zieht er ein positives Fazit: „Ich musste alle Strecken erst kennen lernen. Trotzdem habe ich meine Ziele erreicht, mich für jedes Rennen qualifiziert und sogar sieben WM-Punkte gewonnen.“ Dies obwohl speziell am Anfang die Verständigung mit den Mitarbeitern im italienischen Team schwierig war. „Ich musste lernen mich durchzusetzen“, erklärt der talentierte Töffpilot. Ein weiterer neuer Abschnitt ist für Dominique Aegerter gerade eben erst angebrochen. Sein Sponsor hat ihm ein neues, und wie alle Betroffenen hoffen, besseres Team vermitteln können. Es handelt sich um das finnische Team Ajo Motorsport, wo Dominique eine Derbi-Maschine erhält. Ende November fanden im spanischen Jerez erste Tests mit dem neuen Motorrad statt und Anfang Dezember reiste Dominique für drei Wochen nach England, um englisch zu lernen. Für die neue Saison hat sich der junge Berner aus Rohrbach viel vorgenommen. „Ich möchte regelmässig in die Punkte fahren“, erklärt Dominique Aegerter.

 

Die Rolle der Familie

Seit den Anfängen seiner Motorsportkarriere standen Dominique seine Eltern tatkräftig zur Seite. Sei es finanziell oder moralisch, Dominique kann sich voll auf sein nächstes Umfeld verlassen. Diesen Umstand weiss er sehr zu schätzen: „Es ist schön, wenn man nach einem Rennwochenende nach Hause kommen kann und alles ist in bester Ordnung.“ Mutter Beatrice und Vater Fere managen seine Termine und unterstützen ihn bei der Suche nach Sponsoren. Zudem hat Dominique die Möglichkeit in der Werkstatt des Vaters als Mechaniker zu arbeiten, wenn es sein Programm zulässt. „Das ist eine tolle Situation für mich. Ich bin dankbar, dass sie all das für mich machen und dass sie in dem, was ich tue voll hinter mir stehen“, sagt Dominique Aegerter. Auch sein älterer Bruder spielt eine wichtige Rolle. Oft treiben die beiden zusammen Sport, gehen Schwimmen, Joggen oder treffen sich mit Kollegen im Turnverein. Diese Stunden mit den Leuten aus dem Dorf geniesst Dominique immer sehr. Sie bringen ihm Abwechslung und bereiten ihm viel Spass. An den Rennen selbst, kann seine Familie aber meistens nicht dabei sein. „In diesem Jahr haben sie mich an drei Rennen besucht. Aber viel Zeit bleibt mir an den Rennwochenenden eh nicht“, erklärt Dominique Aegerter.

 

Vorfreude aufs Radquer

Auf das Dagmerseller Radquer am Stephanstag und seine Aufgabe als Ehrenstarter freut sich der 17-Jährige sehr. „Ich habe keinen Moment gezögert, als mich OK-Präsident Wolfgang Kristan angefragt hat“, erklärt Dominique Aegerter. Die beiden kennen sich seit rund einem halben Jahr, als Familie Aegerter mit einem Freund im Löwen in Dagmersellen essen ging. „Wir haben uns sofort super verstanden und Wolfgang hat sich sogar bereit erklärt, mich als Sponsor zu unterstützen“, sagt Dominique Aegerter. Seinem Auftritt am Dagmerseller Radquer gewinnt er viele positive Aspekte ab. „Nebst der grossen Freude, das Amt als Ehrenstarter bekleiden zu dürfen, ist es für mich auch eine Chance mich zu zeigen und eventuell neue Kontakte zu knüpfen.“ Radquer ist für den Töfffahrer keine unbekannte Sportart. Vor einigen Jahren hat er schon die Rennen in Bützberg verfolgt. Und was er sah, hat ihm gut gefallen: „Radquer hat mich fasziniert. Ich freue mich auf einen interessanten Tag und hoffe, dass auch das Wetter mitspielt.“

 

Weitere Infos zu Dominique Aegerter auf:       www.domi-aegi.ch

 

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Radquerspektakel mit zahlreichen Attraktionen

Bereits zum 32. Mal findet heuer das Radquer von Dagmersellen statt. Die zahlreichen Fans sehnen sich den 26. Dezember und die ganz spezielle Ambiance am Chrüzberg längst wieder herbei. Und die diesjährige Ausgabe des Dagmerseller-Quers verspricht erneut eine ganz besondere zu werden.

 

pbi – Das OK des Dagmerseller Radquers hat auf dieses Jahr hin einige Wechsel mitgemacht. Speziell zu erwähnen ist dabei die Ablösung von Els Gassmann als OK-Präsidentin. Wolfgang Kristan aus Egolzwil, seines Zeichen Wirt des Hotel Löwen in Dagmersellen, tritt ihre Nachfolge an. Er kann in seinem ersten Jahr als Vorsitzender des OKs auf die Erfahrungen von Els Gassmann bauen, die als Verantwortliche für die Fahrerverpflichtungen weiterhin Einsitz im OK hat. Der Aarburger Martin Hofstetter ist neuer Rennchef und Vize-OK-Präsident, Otto Muff übernahm von Beat Blum das Ressort Finanzen, Beni Tschopp löste den langjährigen Bauchef Hans Banz ab und Alfred Soltermann ist neuer Chef Verkehr. Trotz diesen Wechseln im OK laufen die Vorbereitungen nach Plan und den Radquerfans wird am 26. Dezember wiederum Sport und Unterhaltung vom Besten geboten werden.

 

Beat Breu greift wieder an

Die Nachricht von Beat Breus Rückkehr aufs Quervelo erfasste vor einigen Wochen die ganze Schweiz. Der einstige Bergfloh wagt mit 50 Jahren ein Comeback. Bei seinem ersten Rennen im Feld der Elitefahrer in Fehraltdorf musste Breu allerdings hartes Brot essen und klassierte sich als Drittletzter. Es folgte die Relegation in die Kategorie B, wo sich Kämpfernatur Breu seither beachtlich schlägt. Der vierfache Sieger des Dagmerseller Radquers wird also am Stephanstag an den Chrüzberg zurückkehren. Allein der Start des Altmeisters Beat Breu ist ein Besuch am diesjährigen Radquer in Dagmersellen wert.

 

Konkurrenz durch Weltcuprennen

Die Verpflichtung von absoluten Weltklasseathleten gestaltet sich auch in diesem Jahr schwierig, weil ebenfalls am 26. Dezember in Hofstade/Belgien ein Weltcuprennen stattfindet. Die besten Fahrerinnen und Fahrer der Welt stehen dann praktisch geschlossen in Belgien am Start. Trotzdem gibt es bereits einen Monat vor dem Rennen einige hochkarätige Namen auf den Startlisten zu vermelden. So gehen in der Kategorie A etwa der Belgier Peter van Santvliet (Dagmersellen-Sieger von 1998 und 2003), der Tscheche Zdenek Mlynar sowie aus der Schweiz Mountainbike-Weltmeister Ralph Näf und Florian Vogel an Start. Nicht zu vergessen sind die Einheimischen Gebrüder Pirmin und René Lang, sowie Michael und Lukas Winterberg. Auch bei den Frauen steht ein interessantes Fahrerfeld am Start, das von Sabine Spitz aus Deutschland angeführt wird.

 

Spitzensport und Partytime

Wie üblich in Dagmersellen stehen aber nicht nur die Leistungen der Querfahrerinnen und Querfaher im Mittelpunkt. Auch in diesem Jahr legten die Organisatoren grossen Wert auf das Rahmenprogramm während des ganzen Tages. In der Chrüzmatthalle sorgt die Band A-Kustic nach den Rennen für Unterhaltung und die leistungsfähige Festwirtschaft mit den verschiedenen Aussenständen erfüllt den ganzen Tag über für die kulinarischen Wünsche der Zuschauerinnen und Zuschauer. Als Ehrenstarter gelang es den Organisatoren den talentierten und aufstrebenden WM-Motorradpiloten Dominique Aegerter zu engagieren. Der Besuch am traditionellen Radquer in Dagmersellen am 26. Dezember lohnt sich auf jeden Fall auch in diesem Jahr.

 

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Die WM-Qualifikation im Blick

Schon die Gebrüder Patrick und Beat Blum sowie Pirmin und René Lang aus Pfaffnau haben sich im Radquer einen Namen gemacht. Jetzt nähert sich erneut ein Gebrüderpaar aus der Umgebung der Radsporthochburg Pfaffnau der nationalen Spitze: Es sind die beiden Roggliswiler Lukas und Michael Winterberg.

 

pbi – Lukas Winterberg weiss bereits, wie es sich anfühlt am Fusse des Chrüzbergs in Dagmersellen als Sieger einzufahren. Vergangenes Jahr fuhr er in der Kategorie B seine Kontrahenten in Grund und Boden und gewann mit überwältigendem Vorsprung. Nach der erfolgreichen letzten Saison stieg der nun 19-Jährige ins A-Feld der Elitecracks auf. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass er in der laufenden Saison noch keine absoluten Spitzenplätze herausgefahren hat. „Der Aufstieg in die Kategorie A ist ein grosser Schritt. Das Feld ist ausgeglichener, die Positionskämpfe härter. Man gewinnt nicht mehr einfach im Nu mehrere Plätze“, erklärt Lukas Winterberg.

 

Fehlende Konstanz

Obwohl er sich bewusst war, dass die erste Saison in der höchsten Kategorie schwierig werden würde, ist der gelernte Zimmermann mit seinem bisherigen Abschneiden nicht rundum zufrieden. „Gute und schlechte Rennen wechseln sich noch zu häufig ab. Ich muss in meinen Leistungen konstanter werden“, gibt sich der Zimmermann-Lehrling selbstkritisch. Nur wenn er konstant gute Rennen zeigt, kann er auch sein grosses Saisonziel, die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im italienischen Treviso Ende Januar 2008 erreichen. Dass er mit den besten U23-Fahrern der Schweiz mithalten kann, bewies er an den Europameisterschaften Anfangs November in Hittnau eindrücklich. Als Gesamt-20. war er der zweitbeste Schweizer.

 

„Dagmersellen liegt mir“

Auch wenn das Heimrennen in Dagmersellen erst in sechs Wochen auf dem Programm steht, hat sich Lukas Winterberg viel vorgenommen. „Die Strecke in Dagmersellen liegt mir. Mein Ziel ist ein Platz in den Top 15“, sagt Lukas Winterberg.

Für Furore hat in der jüngsten Vergangenheit Lukas’ jüngerer Bruder Michael gesorgt. Der 17-jährige belegte zuletzt in Uster Platz zwei in der Kategorie B. Im Oktober hatte er bereits das Quer in Wädenswil für sich entschieden. „Mit dem Saison Verlauf bin ich bisher eigentlich sehr gut zufrieden“, resümiert der 17-jährige KV-Lehrling. Einzig sein Abschneiden an den Europameisterschaften in Hittnau, wo er bei den Junioren den 45. Platz belegte, enttäuschte ihn. „An diesem Tag hatte ich leider ganz schlechte Beine“, erklärt Michael Winterberg.

 

Weltcup oder Dagmersellen?

Auch für Michael lautet das grosse Saisonziel WM-Qualifikation. Nur die besten vier Junioren qualifizieren sich für Treviso. Im Verlauf der Saison muss Michael Winterberg den Beweis erbringen, dass er sich in einem internationalen Feld behaupten kann. Deshalb sollen für ihn auch noch Einsätze an Weltcuprennen folgen. Wann und wo, weiss er allerdings noch nicht genau. Klar ist, dass ebenfalls am 26. Dezember neben dem Dagmerseller Radquer im belgischen Hofstade ein Weltcuprennen stattfindet. Michael Winterberg hofft, dass er dann bei seinem Heimrennen dabei sein kann. Falls Michael vor Heimpublikum an den Start geht, ist die Möglichkeit durchaus vorhanden, dass der Sieger in der Kategorie B am Dagmerseller Radquer erneut Winterberg heisst und er damit in die Fussstapfen von Lukas treten würde.

 

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Beat Breu auf dem Boden der Tatsachen

Radquer – Die Radsportlegende belegt in Fehraltdorf bloss den 32. Rang

Mit grosser Spannung war das Comeback von Beat Breu (50) erwartet worden. Zahlreiche Zuschauer kamen, um ihm am Radquer in Fehraltdorf anzufeuern. Im Feld der Elitefahrer reichte es dem einstigen Bergfloh allerdings nur für den drittletzten Platz.

 

pbi – Von seinem Abschneiden in Fehraltdorf hing für Beat Breu ab, ob er auch in den kommenden Rennen im Feld der Elitefahrer an den Start gehen dürfte, oder ob er bei den Junioren, Amateuren und Masters im B-Feld würde starten müssen. Nach seinem ersten Quer-Rennen nach elfjähriger Wettkampfpause stand fest: Beat Breu muss zukünftig in der Kategorie B an den Start. Dies entschied die fünfköpfige Fachkommission – der auch die langjährige Dagmerseller OK-Präsidentin Els Gassmann angehört – in Übereinstimmung mit swisscycling.
 

 

Von Anfang an zurückgebunden

Breu musste aus der hintersten Reihe ins Rennen gehen und fuhr während der gesamten Renndauer stets in der hintersten Region des Feldes. Nach halber Renndistanz handelte Breu sich einen Rundenverlust ein, bei dem es bis zum Schluss blieb. Zwar kämpfte er auch noch von einem Reifendefekt heimgesucht, bis zum Rennende bravourös, mehr als zwei Kontrahenten konnte er auf der schnellen Strecke in Fehraltdorf allerdings nicht hinter sich lassen. Gewonnen wurde das Rennen von Simon Zahner, der in einem packenden Schlussspurt Schweizermeister Christian Heule niedersprintete. Der Dagmerseller Pirmin Lang beendete den Parcours nach einem starken Start auf Position neun.

 

Breus Start in Dagmersellen nicht in Frage

Trotz des auch für ihn persönlich eher enttäuschenden Abschneidens wird Breu sein Quer-Comeback fortführen. Die Radquerfans aus der Region dürfen sich weiterhin auf den Auftritt des Altmeisters am Stephanstag in Dagmersellen freuen. Bis dann wird Beat Breu ganz bestimmt verbissen weitertrainieren. Schliesslich wird er all seinen Kritikern beweisen wollen, dass er es besser kann, als er am Sonntag in Fehraltdorf gezeigt hat.

 

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Die Rückkehr von Beat Breu

Unter neuer Führung und mit einigen neuen Gesichtern hat das OK des Dagmerseller Radquers die Vorbereitungen auf des Stephanstags-Quer längst aufgenommen. Bei der diesjährigen Austragung werden die Radquer-Fans im Luzerner Hinterland ein ganz spezielles Spektakel erleben.

 

pbi – Els Gassmann hat ihr Amt als OK-Präsidentin nach der letztjährigen Austragung des Dagmerseller Radquers zur Verfügung gestellt. Nach einer intensiven Suche konnte mit Wolfgang Kristan aus Egolzwil, einem langjährigen Mitglied des Veloclubs Dagmersellen, ein Nachfolger gefunden werden. Er wird in seiner Tätigkeit vom neuen Rennchef und Vize-OK-Präsident Martin Hofstetter aus Aarburg unterstützt. Els Gassmann hält ihrerseits im Ressort Fahrerverpflichtungen sowie im Bereich Sponsoring weiterhin Einsitz in das OK und steht allen OK-Mitgliedern mit ihrer grossen Erfahrung zur Verfügung. Zu einem Wechsel kam es auch im Ressort Finanzen, wo Otto Muff Beat Blum ersetzt, der derzeit einen Auslandaufenthalt absolviert. Schliesslich tritt Beni Tschopp die Nachfolge des langjährigen Streckenbau-Chefs Hans Banz an und Alfred Soltermann ist neuer Chef Verkehr.

 

Ein eingespieltes Team

Trotz den angesprochenen Wechseln in den verschiedenen Ressort funktioniert das OK nach wie vor als eingespieltes Team. Die zurückgetretenen OK-Mitglieder haben ihre Nachfolger jeweils persönlich bereits im letzten Jahr in ihr Amt eingeführt, so dass der Übergang problemlos erfolgen konnte. Die Radquertradition in Dagmersellen wird dadurch weiter fortgeführt und in diesem Jahr mit einem ganz speziellen Highlight bereichert.

 

Beat Breu greift wieder an

Es ist die ganz grosse Geschichte, der diesjährigen Radquersaison: Altmeister Beat Breu (50) startet sein Comeback auf dem Quervelo. Und dies nicht etwa im Fahrerfeld der Kategorie B (Junioren Amateuer, Masters), sondern bei den Elite-Cracks im Feld A. Sein berühmt gewordenes Wasser sei der Hauptgrund für den Entscheid zum Comeback gewesen, meinte Breu auf Anfrage. „Seit ich dieses Wasser trinke, fühle ich mich einfach besser“, so Breu. Er habe aber auch den Eindruck , dass der Radquersport in der Schweiz neue Impulse nötig hätte und er glaube, dass er etwas dazu beitragen könne. Beim Quer in Fehraltdorf am 14. Oktober steht Breu vor seiner ersten Bewährungsprobe. Der Verband hat im gewisse Richtlinien gesetzt, die er erfüllen muss, um auch an den kommenden Rennen bei den Profis an den Start gehen zu können. Breu ist jedoch von sich überzeugt und sagt: „Ein Platz zwischen Rang zehn und 20 sollte drinliegen.“ Man darf gespannt sein, wie sich der Altmeister schlägt und sich auf jeden Fall schon auf den Start des „Bergflohs“ in Dagmersellen freuen.

 

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31. Int. Radquer Dagmersellen, 26.12.2006

Wettbewerbgewinner

Radsportbegeisterte Gewinner

Als Dankeschön für ihren Besuch am 31. Internationalen Radquer verloste der organisierende Veloclub Dagmersellen unter allen Zuschauerinnen und Zuschauern eine Kaffeemaschine von Saeco. Letzte Woche wurden die Gewinner gezogen.

 

pbi – Mit einem Talon aus dem Festführer des 31. Internationalen Radquer konnten die Besucherinnen und Besucher am Wettbewerb teilnehmen. Unter den zahlreichen Teilnehmern wurden Monika und Walter Lampart aus Gunzwil als Gewinner gezogen. Die abtretende OK-Präsidentin Els Gassmann und Annemarie Bussmann, ebenfalls aus dem OK übergaben dem Ehepaar vergangene Woche bei einem gemütlichen Dessert im Restaurant Löwen in Dagmersellen den Preis für die Gewinner des Wettbewerbs, eine Kaffeemaschine von Saeco. Bei den ausgelosten Siegern handelt es sich um absolute Radsportfans. Monika Lampart ist das Gotti der amtierenden Junioren-Vize-Schweizermeisterin und Juniorenschweizermeisterin von 2006, Jasmin Achermann. Ihr Mann Walter hat seinerseits Jasmins Vater Pius Achermann bei zahlreichen Extremleistung auf dem Velo als Betreuer unterstützt, so etwa beim Race across America oder mehrmals beim 24-Stunden-Rennen von Schötz. Die beiden zeigten sich sehr erfreut über ihren Gewinn und freuen sich genau so wie alle anderen Radquerfans, die Organisatoren und alle Helferinnen und Helfer schon heute auf die 32. Austragung des Internationalen Dagmerseller Radquers.

 

Els Gassmann - Walter Lampart - Monika Lampart - Annemarie Bussmann

 

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Rennbericht

Der Favorit gibt sich keine Blösse

Der grosse Favorit Francis Mourey setzte sich beim Chrüzbergquer auf beeindruckende Art und Weise gegen seine Kontrahenten durch. Die Quercracks aus dem Kanton Luzern vermochten sich positiv in Szene zu setzen.

 

pbi – Die grosse Überraschung am Chrüzberg blieb aus. Mit dem 26-jährigen Francis Mourey setzte sich meistgenannte Sieganwärter beim 31. Internationalen Radquer von Dagmersellen eindrücklich durch. Der WM-Bronzemedaillengewinner vom Januar 2006 spielte förmlich mit der Konkurrenz. Früh vermochte sich der Franzose vom übrigen Feld zu lösen. Vier Fahrern – darunter der Einheimische Pirmin Lang – gelang es allerdings das Loch noch einmal zu schliessen. Als Mourey kurz nach Rennhälfte erneut die Kadenz erhöhte, setzte er sich entscheidend von seinen Begleitern ab. Alexandre Moos und Thomas Frischknecht blieben bis zwei Runden vor Schluss nah dran am Leader. Mit einer imposanten Tempoverschärfung in der vorletzten Runde liess Mourey allfällige Zweifel an seinem Sieg verfliegen und triumphierte nach gut einer Stunde Fahrzeit mit 15 Sekunden Vorsprung auf Alexandre Moos, der im Sprint um Platz zwei Thomas Frischknecht keine Chance liess.

 

Fünfter Rang für Pirmin Lang

Ausgezeichnet in Szene zu setzen vermochte sich im Rennen der Elite auch der Dagmerseller Pirmin Lang. Bis Rennhälfte fuhr er an der Spitze der Konkurrenz in einer Gruppe mit Mourey, Moos, Frischknecht und Florian Vogel „Es war ein sehr hektisches Rennen. Ruhige Phasen und immer wieder neue Attacken standen in einem ständigen Wechsel“, beschrieb Lang das Renngeschehen. Eine der angesprochenen Tempoverschärfungen nach etwa einer halben Stunde sorgte dafür, dass Lang den Anschluss nach ganz vorne verlor. In der zweiten Rennhälfte weitestgehend auf sich alleine gestellt, zeigte der 22-Jährige eine tolle Vorstellung und verteidigte seinen fünften Rang ohne Probleme. „Mit meiner Leistung bin ich zufrieden. Bei einer der zahlreichen Attacken konnte ich einfach nicht mehr mithalten. Dass ich in der Folge den Abstand nach hinten konstant halten und zeitweise sogar vergrössern konnte, freut mich sehr“, meinte Pirmin Lang.

 

Renata Bucher düpiert die Konkurrenz

Im Rennen der Damen gab es eine kleine Überraschung zu vermelden. Renata Bucher aus Luzern liess mit einem Blitzstart die Favoritinnen Sabine Spitz und Alexandra Bähler früh zurück. Die 29-Jährige hielt ihr hohes Tempo durch, machte auch die zwei Minuten Handicap auf die Juniorinnen wett und siegte überlegen vor der erst 16-jährigen Sabrina Schweizer aus Deutschland. Juniorinnen-Schweizermeisterin Jasmin Achermann (17) unterlag erst im Zielsprint der routinierten Sabine Spitz (35) aus Deutschland und musste mit Rang vier Vorlieb nehmen. Gar nicht auf Touren kam Alexandra Bähler. Die bereits vierfache Saisonsiegerin kam lediglich auf dem sechsten Platz ins Ziel.

 

Überlegener Sieg für Lukas Winterberg

In der Kategorie B – jener der Junioren – konnten die Radquerfans einen Triumph von Lukas Winterberg aus Roggliswil bejubeln. Der 18-Jährige fuhr in Abwesenheit des Mountainbike-Junioren-Weltmeisters Matthias Flückiger einen nie gefährdeten Erfolg heraus. Bereits in der zweiten von acht Runden vermochte sich Winterberg von seinen Kontrahenten zu lösen und baute den Vorsprung bis zum Schluss kontinuierlich auf 47 Sekunden auf den ersten Verfolger aus.

Begonnen hatte der Renntag am Chürzberg mit einem packenden Schlussspurt um den Tagessieg bei den Schülern. Fabian Lienhard und Valentin Berset trennten am Ende winzige fünf Hundertstelsekunden.

 

Rund 3000 Zuschauer trotzten der Kälte

Das Dagmerseller Radquer am Stefanstag erwies sich auch in diesem Jahr als Publikumsmagnet. Trotz Hochnebel und der damit verbundenen vorherrschenden Kälte machten sich gut 3000 Radquerfans auf den Weg ins Wiggertal und sorgten speziell während dem Eliterennen für eine tolle Stimmung entlang der Strecke. Im Anschluss an den sportlichen Teil zog es die zahlreichen Zuschauer in die Chrüzmatthalle, wo – wie jedes Jahr – bei musikalischer Unterhaltung das Radquer in Dagmersellen mit einem grossen Fest abgeschlossen wurde. Das tadellos organisierte 31. Internationale Radquer von Dagmersellen lässt bereits jetzt Vorfreude aufkommen für die nächste Ausgabe am 26. Dezember 2007.

 

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Ehrenstarter

Melchior Ehrler, Präsident Swiss Cycling

 

„Eine Frage der Zeit…“

pbi –  Anfang Juni 2006 wurde Melchior Ehrler zum Präsidenten von Swiss Cycling gewählt. Seit Jahren schon interessiert und begeistert sich der in Ibach SZ geborene Melchior Ehrler für den Radsport. Vor seinem Engagement bei Swiss Cycling sass Melchior Ehrler von 1995 bis 2003 im Nationalrat. Seit 1987 bekleidete er zudem während 15 Jahren das Amt des Direktors des Schweizerischen Bauernverbandes. Die gesammelten Erfahrungen in einem grossen Verband und die Anfrage des Luzerner Kantonalverbandes gaben letztendlich den Ausschlag für die erfolgreiche Kandidatur für das Präsidentenamt bei Swiss Cycling.

 

Ein grosser Fan von Eddy Merckx

Die Rekrutenschule nach der erfolgreich abgeschlossenen Matura absolvierte Melchior Ehrler gemeinsam mit dem Spitzenradfahrer Sepp Fuchs als Fahrradsoldat. Bereits damals war seine Leidenschaft für den Radsport unverkennbar. Als Melchior Ehrler anschliessend nach Belgien zog, um sein Philosophiestudium in Angriff zu nehmen und später mit dem Lizentiat abzuschliessen, wuchs seine Begeisterung für den Radsport noch weiter. Die Erfolge von Eddy Merckx und der daraus entstandene Hype um den Belgier gingen auch an Melchior Ehrler nicht spurlos vorbei. Seine Begeisterung war auch nach der Rückkehr in die Schweiz – wo er anschliessend in Zürich auch noch ein Jusstudium mit dem Lizentiat abschloss – nicht erloschen. Das Radfahren war und blieb sein grosses Hobby.

 

Augenmerk auf die Nachwuchsförderung

Als eines der wichtigsten Ziele für seine Amtszeit als Präsident von Swiss Cycling nennt der 58-Jährige nebst dem sportlichen Erfolg - der immer eines der Hauptziele sei - Investitionen in die Nachwuchsarbeit. „Es ist eine der ersten Prioritäten des Verbandes eine hochwertige Nachwuchsausbildung anbieten zu können“, erklärt Melchior Ehrler. Dies gelte für sämtliche acht unter Swiss Cycling zusammengefassten Sportarten gleichermassen. „Um dies gewährleisten zu können, arbeiten wir eng mit Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport zusammen.“

Als Präsident von Swiss Cycling geht es Melchior Ehrler aber auch darum, den Zusammenhalt innerhalb des Verbandes zu verbessern und Swiss Cycling als soliden Verband mit guter finanzieller Basis in der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik zu etablieren. Die Aufgaben des Präsidents von Swiss Cycling sind vielfältig. Melchior Ehrler beschreibt sie so: „Unter anderem leitet der Präsident die Sitzungen der verschiedenen Organe, zum Beispiel des Vorstandes. Daneben gehört vor allem die Kontaktpflege mit Verantwortlichen aus den Regionen und Personen der verschiedenen Sparten des Radsports zu meinen wichtigsten Aufgaben. Dies nimmt relativ viel Zeit in Anspruch. Nicht zuletzt versuche ich als Präsident Strukturen und Arbeitsweisen innerhalb des Verbandes zu verbessern.“

 

„Sehe grosse Anstrengungen im Quersport“

 Mit der Entwicklung des Radquersports in der Schweiz ist Melchior Ehrler sehr zufrieden. Er habe es damals sehr bedauert, dass Radquers wie jene von Aristau oder Gansingen, welche er jeweils vor Ort mit grossem Interesse verfolgte, nicht mehr stattgefunden haben. „Aber heute sehe ich grosse Anstrengungen und Engagement auf vielen Ebenen zu Gunsten des Quersports. Das stimmt mich sehr zuversichtlich und ich möchte allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz herzlich danken. Ohne sie wären keine Rennen möglich“, erklärt Melchior Ehrler. Er hofft, dass die Schweizer Querfahrerinnen und Querfahrer bald wieder ganz an der Weltspitze mitfahren werden. „Je mehr Rennen und mehr aktive Querfaherinnen und –fahrer wir in der Schweiz haben, desto wettbewerbsfähiger werden die Athleten auf internationalem Niveau. Wenn diese positive Situation längerfristig anhält, ist es nur eine Frage der Zeit, bis unsere Fahrer im internationalen Vergleich wieder ganz vorne mitmischen werden.“

Bevor es soweit ist, wird der Präsident von Swiss Cycling mit grossem Interesse das Abschneiden der Schweizer Athleten in Dagmersellen ansehen. Das Amt des Ehrenstarters am Dagmerseller Radquer nahm Melchior Ehrler ohne lange überlegen zu müssen, an. Dies obwohl er selbst beim Radquer am Chrüzberg noch nie dabei war. „Wenn Els Gassmann anfragt, dann hat man keine Chance, lange zu überlegen. Ich freue mich, dass ich am Stefanstag hier in Dagmersellen dabei sein kann“, sagt Melchior Ehrler.

 

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Das Highlight in der Altjahrswoche

Knapp ein Jahr nach den unvergesslichen Radquer-Schweizermeisterschaften im Januar 2006 wird die Radquer Tradition in Dagmersellen weitergeführt. Am traditionellen Stephanstag, 26. Dezember findet am Chrüzberg das 31. Internationale Radquer von Dagmersellen statt.

 

pbi – Für die Organisatorinnen und Organisatoren vom Veloclub Dagmersellen war das grosse Interesse für die Landesmeisterschaften Anfang Jahr Motivation genug, das Radquer auch in Zukunft durchzuführen. Sogar das Schweizer Fernsehen berichtete von den Rennen am Chrüzberg und die zahlreichen Radquerfans aus der ganzen Schweiz verwandelten den Dagmerseller Hausberg in eine grosse Festhütte.

 

Konkurrenz durch Weltcuprennen

Für OK-Präsidentin Els Gassmann, die auch für die Verpflichtungen von Fahrerinnen und Fahrern zuständig ist, gestaltet sich die Situation schwieriger als vor einem Jahr. An den Schweizermeisterschaften war es klar, dass die Schweizer Ausnahmekönner geschlossen an den Start gingen. Heuer wird das Dagmerseller Quer vom Weltcup-rennen in Hofstade (Belgien) konkurrenziert, das ebenfalls am 26. Dezember stattfindet. So werden aller Voraussicht nach, Schweizermeister Christian Heule und auch Simon Zahner, SM-Bronzemedaillengewinner von 2006 am prestigeträchtigeren Weltcup in Belgien an den Start gehen.

 

Francis Mourey als Aushängeschild

Auch wenn die weltbesten Radquerfahrer in Dagmersellen wegen des Weltcup-rennens fehlen werden, gelang es Els Gassmann einmal mehr ein attraktives und starkes Fahrerfeld zusammenzustellen. Angeführt wird die Startliste bei der Elite von Francis Mourey. Der 26-jährige Franzose entschied Anfang November das Weltcup-rennen von Treviso (Italien) für sich und liess dabei den erfolgsverwöhnten Belgiern das Nachsehen. Mit einem zweiten Platz in Kalmthout (Belgien) und einem sechsten in Aigle fuhr Mourey in zwei weiteren Weltcuprennen mitten hinein in die Weltspitze.

 

Auch René Lang in Belgien am Start

Vom einheimischen Gebrüderpaar Lang wird heuer einzig Pirmin  in Dagmersellen starten. René befindet sich zurzeit in einer ausgezeichneten Form und wird deshalb am Weltcup in Belgien und nicht an seinem Heimrennen teilnehmen.

Pirmin, bei seiner Heim-SM Silbermedaillengewinner in der Kategorie U23, geht heuer in der Kategorie Elite an den Start. Der ältere der Lang-Brüder unterstrich seine gute Form mit dem Sieg am neugeschaffenen „Sport Heart Cup“, einem Gesamtklassement bestehend aus acht Rennen. Mit Top Ten Platzierungen an den Internationalen Radquers von Wädenswil (3.), Rüti ZH (7.) und Schmerikon (6.) bestätigte er seine Ambitionen auch in Dagmersellen im vorderen Teil des Feldes mitzufahren. Dabei wird er sich aber mit grosser Konkurrenz aus dem In- und Ausland konfrontiert sehen. Allein aus der Schweiz werden Fahrer wie Thomas Frischknecht (mehrfacher Schweizermeister), Alexandre Moos (Zweiter SM 2006) oder Florian Vogel (Schweizermeister 2005) um den Sieg am Chrüzberg mitfahren.

 

Partytime in Anschluss an die Rennen

Wie üblich ist das Radquer nach den sportlichen Höchstleistungen auf der Rennstrecke noch längst nicht zu Ende. Schon während des ganzen Tages können sich Zuschauerinnen und Zuschauer vom grossen Angebot der Festwirtschaft und an den Aussenständen verwöhnen lassen. Im Anschluss an die Rennen geht in der Sporthalle Chrüzmatt die bekannte Radquerparty mit musikalischer Unterhaltung der Partyband ChueLee bis in die Nacht hinein über die Bühne. Das Radquer in Dagmersellen bietet auch in diesem Jahr den ganzen Tag über beste Unterhaltung für alle Anwesenden. Deshalb gilt es sich den 26. Dezember schon jetzt vorzumerken. Das 31. Dagmerseller Radquer wird ohne jeden Zweifel zu dem Highlight in der Altjahrswoche schlechthin, das man nicht verpassen sollte

 

 

 

 

Nach den Rennen grosse Radquer-Party mit:

 

 

 

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Die Tradition lebt weiter

Anfang Jahr feierte Dagmersellen sein 30jähriges Radquerjubiläum mit der Austragung der Schweizermeisterschaften. Auch nach 30 Jahren sind die Organisatoren des Veloclubs  Dagmersellen nicht müde: Alle Radquerfans dürfen sich auf die 31. Austragung des Chrüzbergquers freuen.

 

 

pbi – Die Radquertradition im Wiggertal lebt weiter. Für die Organisation der diesjährigen Rennen kann OK-Präsidentin Els Gassmann auf ein nach wie vor topmotiviertes, eingespieltes und erfahrenes Team bauen. Das Organisations-komitee für das 31. Internationale Radquer Dagmersellen präsentiert sich im Vergleich zur letzten Ausgabe praktisch unverändert. Befürchtungen, wonach einige langjährige OK-Mitglieder nach dem Highlight Schweizermeisterschaften von ihrem Posten zurücktreten könnten, erwiesen sich als unbegründet.

 

Wieder am 26. Dezember

Nach dem für Radquerfans ungewöhnlichen Datum im Januar 2006, finden die Querrennen in Dagmersellen nun traditionellerweise wieder am Stephanstag, 26. Dezember statt. Nach dem einzigartigen, zweitägigen Event anlässlich der Landesmeisterschaften, wird es am 26. Dezember nun also wieder zu einem „klassischen“, eintägigen Anlass kommen. Die positiven Rückmeldungen auf den Festabend vor den Schweizermeisterschaften und die gewohnt tadellos organisierten und gut besuchten Rennen am zweiten Tag, waren für die Organisatoren Motivation genug, die Radquertradition in Dagmersellen weiterleben zu lassen.

 

Vorbereitungen längst angelaufen

Damit in knapp drei Monaten in Dagmersellen wieder Radquersport auf höchstem Niveau bestaunt werden kann, arbeitet das OK seit Wochen mit viel Leidenschaft. Sowohl den Athletinnen und Athleten, als auch den stets zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern soll wiederum eine unvergessliche Veranstaltung geboten werden. Nebst sportlichen Höchstleistungen internationaler Topstars und talentierter Nachwuchsfahrer, wird auch der gesellschaftliche Teil mit Fest- und Barbetrieb nicht zu kurz kommen. Nicht nur eingefleischte Radquerfans, sondern alle Freunde des Sports und des gemütlichen Beisammenseins sollten sich den 26. Dezember bereits jetzt vormerken. Ein Besuch am Dagmerseller Radquer lohnt sich auf jeden Fall.

 

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Radquer Schweizermeisterschaften 8. Januar 2006

 

Auf den Spuren der Cracks

Radquer – SM-Streckenbesichtigung mit
Pirmin und René Lang

Am vergangenen Samstag trafen sich Mitglieder des Veloclub Dagmersellen, das OK des Dagmerseller Quers und einige Medienvertreter auf der Chrüzbergrennstrecke. Gemeinsam mit dem Dagmerseller Brüderpaar Pirmin und René Lang wurde die Strecke besichtigt, auf welcher am 8. Januar 2006 um nationale Ehren gekämpft wird.

 

 

pbi – Das OK der Radquer Schweizermeisterschaften hatte drei Wochen vor den nationalen Titelkämpfen zur Besichtigung der Strecke eingeladen. Die Möglichkeit für all diejenigen, die sonst mit ihrem Einsatz als Helferinnen und Helfer zum Gelingen des Dagmerseller Quers beitragen, einmal selbst über die Chrüzbergstrecke zu kurven. Auch für die Medienvertreter sollte dieser Anlass einen etwas anderen Blick auf das Dagmerseller Radquer ermöglichen. Die Witterungsverhältnisse präsentierten sich garstig. Dichtes Schneetreiben, ein zügiger Wind und kühle Temperaturen erwarteten die Gruppe, die sich angeführt von Pirmin und René Lang auf den Weg machte. Die beiden Lokalmatadoren hatten sich bereit erklärt, den Interessierten ihre „Heimstrecke“ einmal aus ihrer Sicht vorzustellen.

 

Der Start ist sehr wichtig“
Gleich nach dem Start beginnt die lange Steigung. Ein entscheidender Moment, wie Pirmin Lang (21) erklärt: „Man muss in der ersten Runde fähig sein, im Aufstieg ein hohes Tempo anzuschlagen, sonst bekommt man Probleme.“ Auf der ersten Rasenpartie kommt es häufig zu harten Positionskämpfen. „Je weiter vorne man sich aufhält, desto besser“, so Pirmin Lang.
Der weitere Weg führt die Gruppe stetig bergan. Eine Tatsache, die man nicht häufig vorfindet auf den Radquerstrecken in der Schweiz. „Der Aufstieg gleich nach dem Start ist schon speziell. Man fährt bereits in der ersten Runde am Limit bis man den höchsten Punkt erreicht hat. Dann heisst es, trotz hohem Puls und von Runde zu Runde zunehmender Müdigkeit volle Konzentration für die Abfahrt aufzubringen“, sagt René Lang (19). Er lächelt. Schliesslich weiss er nur zu genau wovon er spricht. Im letzten Jahr stürzte er in Führung liegend. Ein Malheur, das ihn um den Sieg brachte.
Bevor sich die Gruppe aber in die Abfahrt stürzt, gab es noch eine Überraschung. OK-Präsidentin Els Gassmann erwartete die Velofahrer am höchsten Punkt der Strecke mit einem Gläschen „Gipfelwein“.

 

Den Heimvorteil ausnützen
 Verhältnisse, wie sie am vergangenen Samstag herrschten, als Schnee und Regen den Boden aufgeweicht hatten, lieben die Lang-Brothers nicht besonders. „Ich habe es lieber wenn die oberste Schicht des Bodens gefroren ist“, sagt René Lang. Pirmin erklärt, dass es in der Abfahrt entscheidend ist, den richtigen Bremspunkt zu finden. Der liegt, entsprechend den Verhältnissen, immer an einem anderen Ort. Die Möglichkeit, praktisch zu jeder Zeit auf der Strecke trainieren zu können, ist für die beiden Dagmerseller deshalb ein Vorteil. „Wir können die Strecke bei allen möglichen Witterungsverhältnissen befahren und uns so optimal auf die unterschiedlichen Eigenschaften einstellen“, so Pirmin Lang. Ein Vorteil, von welchem sonst meistens ihre Konkurrenten profitieren.

 

Den Schweizermeistertitel vor Augen
Nach Abschluss der Besichtigungsfahrt konnte sich die Gruppe bei Kaffee und Gebäck wieder etwas aufwärmen. Dabei sprachen die Brüder über ihre (unterschiedlichen) Ziele für die Heim-SM. Für René, der zur Zeit noch die Lehre absolviert, steht der Radsport momentan nicht an erster Stelle. Für ihn ist es deshalb wichtig seinen Bruder im Rennen so gut es geht zu unterstützen. „Ich habe noch zwei weitere Saisons in der U23-Klasse, meine grossen Ziele habe ich in der Saison 2007/2008. Aber ich bin selbstverständlich sehr motiviert hier in Dagmersellen ein gutes Rennen zu zeigen und werde alles dafür tun“, so René. Für Pirmin, der seine letzte U23-Saison bestreitet, stellen die Schweizermeisterschaften das Highlight schlechthin dar. „Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich den Titel gewinnen will. Ich bin zuversichtlich, weiss aber, dass dafür alles stimmen muss.“ Beim Unterfangen Titelgewinn hat Pirmin Lang vor allem Lukas Flückiger als härtesten Konkurrenten auf der Rechnung. „Flückiger ist sicherlich der kompletteste Fahrer und so etwas wie der ‚homme à battre’. Aber auch die beiden Romands Yves Corminboef und Julien Taramarcaz gilt es zu beachten. Sie sind immer bereit wenn es um Medaillen geht.“
Kurz nach Mittag verabschiedeten sich die beiden Quer-Cracks vom Rest der Gruppe. Trotz Schneefall stand für die beiden noch ein Training auf dem Programm. Um ihre grossen Ziele zu realisieren, arbeiten die beiden akribisch. Deshalb reisen die Gebrüder über Weihnachten und Neujahr auch nach Luxemburg und Belgien, um dort Rennen zu bestreiten. In der Woche vor den Titelkämpfen wollen sie sich zu Hause auf der Chrüzbergstrecke schliesslich den letzten Schliff für grosse Taten an ihrer Heim-SM zu holen. 

 

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Dem Nachwuchs eine Chance geben

Radsport – Club Maillot d’Or in Dagmersellen

Wenn am 7. und 8. Januar 2006 in Dagmersellen das grosse Radquer-Schweizermeisterschaftsfest steigt, ist auch ein ganz spezieller Club zu Gast im Wiggertal. Der Club Maillot d’Or, der wichtigste Nachwuchsförderer im Schweizer Radsport.

 

pbi – Anlässlich der Radquer-Schweizermeisterschaften haben sich die Verantwortlichen des Club Maillot d’Or dazu entschieden, am Samstag, 7. Januar ihre Generalversammlung in Dagmersellen abzuhalten. Der im Jahre 2000 gegründete Verein sieht seine Hauptaufgabe darin, den Schweizer Radsport-Nachwuchs zu unterstützen. Im vergangenen Jahr wurden über 90'000 Franken zugunsten der Schweizer-Nachwuchsfahrer gesprochen. Das Geld fliesst beispielsweise in die Ausbildung der Junioren-Trainer, sowie in weitere Projekte zugunsten des Nachwuchses. Zudem organisiert der Verein die sogenannte „Challenge Club Maillot d’Or“. Dieser Wettbewerb besteht aus mehreren Mehr- und Einetappenrennen in der ganzen Schweiz. Teilnahmeberechtigt sind dabei alle Fahrer, die über eine Junioren-Lizenz von Swiss-Cycling verfügen. Die siegreichen Athleten und ihre Teams kommen in den Genuss von finanzieller Unterstützung

 

Das who is who des Schweizer Radsports
Der Club Maillot d’Or hat zur Zeit etwa 40 Mitglieder. Unter ihnen so namhafte Personen wie etwa die Radsportlegende Ferdi Kübler, Phonak-Chef Andy Rihs oder Urs Freuler von Kids on Wheels. Präsident ist Fritz Bösch, der früher auch dem Schweizerischen Rad- und Motorfahrerbund, sowie später Swiss Cycling vorgestanden hat. Für ihn ist es wichtig, dass es Leute gibt, die sich intensiv um den Nachwuchs kümmern. Deshalb hat er vor nunmehr fünf Jahren diesen Verein ins Leben gerufen. „Die Jungen sind die Zukunft unseres Sports. Wenn sie nicht unterstützt werden, kann man auch keine Erfolge erwarten“, so Bösch.

Für die Mitglieder des Vereins werden jährlich verschiedene Ausflüge organisiert. So wird jedes Jahr eine Etappe der Tour de Suisse besucht oder auch die Swiss Cycling Night in Bern. Und im Januar sieht der Club Maillot d’Or einen Besuch an den Radquer-Schweizermeisterschaften in Dagmersellen vor.

 

„Eines der ganz grossen Radquers...“
Eigentlich sei der Club Maillot d’Or eher an Radsportveranstaltungen im Bereich Strassen- oder Bahnrennen anzutreffen, erklärt Bösch. „Deshalb haben wir uns entschieden auch einmal einen Queranlass zu besuchen. Dagmersellen gehört zu den ganz grossen Events innerhalb des Schweizer Radquer-Kalenders und ist ein Rennen mit viel Tradition. Es ist schön zu sehen, dass es Leute gibt, die mit so viel Leidenschaft für den Radsport arbeiten,“ meint Fritz Bösch. Auf die Rennen am Chrüzberg könne man sich freuen. „Hoffentlich meint es der Wettergott gut mit allen Radquer-Fans“. Das hoffen die Verantwortlichen auch und sie freuen sich, den Club Maillot d’Or zusammen mit vielen anderen Zuschauerinnen und Zuschauern am Wochenende des 7. und 8. Januar 2006 in Dagmersellen begrüssen zu dürfen.

 

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Zweitägige Schweizermeisterschaften in Dagmersellen

Genau richtig zum 30-Jahr-Jubiläum kommt dem OK des Dagmerseller Radquers die Ehre zu, die Schweizermeisterschaften organisieren zu dürfen. Die Freude war gross bei den Verantwortlichen als die Wahl des Verbandes auf die radquerverrückte Wiggertaler Gemeinde fiel. Zum zweiten Mal nach 1992 werden die Landesmeister in Dagmersellen erkoren.

 

Unvergleichliche Feststimmung
Das Dagmerseller Radquer hat sich in letzter Zeit zu einer festen Grösse im Schweizer Rennkalender entwickelt. Hohe Zuschauerzahlen, eine für Zuschauer und Fahrer attraktive Strecke und die unvergleichliche Volksfeststimmung mit Party in der grossen Chrüzmatthalle haben das Dagmerseller Radquer zu einem weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Anlass gemacht. Für die Schweizermeisterschaften haben sich die Organisatoren um OK-Präsidentin Els Gassmann einiges einfallen lassen. Nicht nur am Sonntag, 08. Januar, dem Renntag, sondern auch schon am Samstagabend ist in Dagmersellen Radquer Trumpf. Bei einem Nachtessen und dazugehörigem Showblock sowie ab 22 Uhr Unterhaltung mit der Partyband PopAlpin können sich die Radquerfans auf die sonntäglichen Rennen einstimmen.

 

Trychler, Guggenmusigen und Alphornbläser
Am Sonntag stehen die eigentlichen Höhepunkte des Wochenende an. Ab 10.30 Uhr wird auf der Chrüzbergstrecke um nationale Ehren gekämpft. Die sonst schon tolle Stimmung am Rande des Parcours wird an der Schweizermeisterschaften zusätzlich verstärkt. Trychler und Guggenmusigen aus der Region werden die Fahrerinnen und Fahrer mit ihren Darbietungen zu Höchstleistungen anspornen und für eine einzigartige Ambiance entlang der Strecke sorgen. Zudem wird nach jeder Siegerehrung die Feldmusik Dagmersellen zu Ehren der neuen Landesmeister die Nationalhymne zum Besten geben. Noch ist der Event eine ganze Weile entfernt, doch die Radquerfans aus der ganzen Schweiz dürfen sich schon heute auf die Schweizermeisterschaften in Dagmersellen freuen. Es erwartet sie wie jedes Jahr Spitzensport vom Feinsten gepaart mit einer tollen Feststimmung.

 

Programm SM 2006 Dagmersellen

 

Samstag, 07. Januar 2006:
Ab 18.30 Uhr Apéro in der Sporthalle
19.15 Uhr Abendessen
20.40 Uhr Showblock
ab 21.40 Uhr Party mit „PopAlpin“

 

Sonntag, 08. Januar 2006:
10.30 Uhr Start Schüler (ohne Meistertitel)
11.15 Uhr Start Anfänger (ohne Meistertitel) und Frauen
12.15 Uhr Start Junioren
13.15 Uhr Start U23
14.30 Uhr Start Elite

 

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Radquer / Schweizermeisterschaften in Dagmersellen

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Am 07. und 08. Januar 2006 steigen in Dagmersellen zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder die Radquer-Schweizermeisterschaften. Genau die richtige Affiche für das 30-Jahr-Jubiläum des Traditionsanlasses.

 

pbi – Gross war die Freude im OK des Dagmerseller Radquers gewesen, als der nationale Verband die Schweizermeisterschaften 2006 ins Wiggertal vergab. Der Zuspruch für die Dagmerseller ist ohne Zweifel der gerechte Lohn für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren, als das Chrüzmatt-Quer unbestritten zu den Höhepunkten der Radquersaison in der Schweiz gehört hatte. Nun also, genau pünktlich zur 30. Ausgabe des Dagmerseller Quers finden die nationalen Titelkämpfe statt.

 

Grosses Quer-Fest am 07. Januar
Traditionell wird am Radquer in Dagmersellen immer auch tüchtig gefeiert und gefestet. Das soll auch nicht anders sein, wenn die Schweizermeisterschaften stattfinden. Weil die Meisterschafts-Rennen aber alle am 08. Januar, einem Sonntag also, ausgetragen werden, hat das Dagmerseller-OK die Idee eines zweitägigen SM-Events umgesetzt. Am Samstag, 07. Januar steigt in der Chrüzmattturnhalle ein grosses Fest mit Unterhaltung und einem Nachtessen. Dieses Quer-Fest am ersten Wochenende des neuen Jahres ist gleichzeitig auch das erste grosse Fest der fusionierten Gemeinde Dagmersellen. „Wir wollen mit diesem Fest möglichst alle Leute aus der Gemeinde ansprechen. Das Radquer in Dagmersellen hat Tradition und wir wollen unseren Gästen etwas bieten“, erklärt OK-Präsidentin Els Gassmann. Höhepunkt des Abends ist ein Showblock in welchem verschiedene Gruppen aus der Region ihre Darbietungen präsentieren. Nach dem Nachtessen können die Anwesenden an der beliebten und leistungsfähigen Bar verweilen und sich auf die Rennen vom Sonntag einstimmen.

 

OK bereits voll im Schuss
Am Sonntag stehen die eigentlichen Highlights auf dem Programm. Ab 10.30 Uhr stehen die Entscheidungen in den Kategorien Schüler, Anfänger, Frauen, Junioren, U23 und der Elite an. Damit an diesem 8. Januar alles zur Zufriedenheit der Fahrerinnen und Fahrer, der Fans, Medienvertreter und aller Anwesenden verläuft, arbeitet das Organisationskomitee schon seit Wochen akribisch. OK-Präsidentin Els Gassmann kann bei den Vorbereitungen auf ein eingespieltes Team mit viel Erfahrung bauen. Alle OK-Mitglieder, die in den letzten Jahren dabei waren, stehen auch für die SM zur Verfügung. Neu dazu gekommen sind Josef Achermann und Christian Küpfer, die gemeinsam für das Ressort Verkehr verantwortlich sind. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und alle Radquerfans dürfen sich auf ein tolles Wochenende freuen.

 

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Radquer-Schweizermeisterschaften 2006 in Dagmersellen!!!

pbi – Bereits mehrere Male in den vergangenen Jahren bewarben sich die Verantwortlichen des Internationalen Radquers von Dagmersellen um die Austragung der Schweizermeisterschaften. Bis vor Kurzem stets ohne Erfolg. Doch rechtzeitig auf das 30-Jahr-Jubiläum des Chrüzbergquers fiel der Entscheid von Swiss Cycling nun auf die Dagmerseller. Am 08. Januar 2006 werden die Schweizermeister der verschiedenen Kategorien in Dagmersellen auserkoren. Für das Organisationskomitee rund um OK-Präsidentin Els Gassmann ist dieser Entscheid die Belohnung für die tadellose und aufopfernde Arbeit in den vergangenen Jahren. Mit fast 5000 Zuschauern am letzten Radquer im vergangenen Dezember und einem tollen Ambiente während des ganzen Anlasses wurden die Funktionäre von Swiss Cycling wohl entgültig überzeugt, die Schweizermeisterschaften erstmals seit 1992 wieder ins Wiggertal zu vergeben. Dass die Region Dagmersellen und Umgebung eine radquerbegeisterte Region ist, weiss man allerdings nicht erst seit dem letzten Jahr. Deshalb werden die Schweizermeisterschaften 2006 zweifellos ein grossartiger Event mit einem tollen Publikum, toller Unterhaltung und einzigartiger Stimmung werden.

 

Zweitägiger Event geplant
Die Schweizermeisterschaften im Jahre 2006 sollen an einem ganzen Wochenende stattfinden, wobei am Sonntag, 08. Januar 2006 die Rennen um die nationalen Auszeichnungen stattfinden werden. Aber bereits am Samstag soll den Zuschauern gute Unterhaltung und natürlich Radquersport geboten werden. Auf die Entscheidungen um die verschiedenen Schweizermeistertitel dürfen sich die Radquerfans also schon heute freuen vor allem weil die Schweizer Fahrer in letzter Zeit mit immer stärkeren Leistungen aufhorchen liessen. So belegte beispielsweise Michi Baumgartner an der letzten WM den tollen 6. Rang und Christian Heule macht mit guten Resultaten im Weltcup auf sich aufmerksam. Die Rennen in Dagmersellen werden sportlich ganz bestimmt vom feinsten sein. Ein ganz besonderes Augenmerk wird man dann sicherlich auch auf die Gebrüder Lang richten. Die Lokalmatadoren, die bei ihrem Heimrennen immer grosse Unterstützung geniessen, werden beim Kampf um nationale Ehren vor „ihrem Publikum“ natürlich speziell motiviert sein.

 

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29. Int. Radquer Dagmersellen - 26. Dezember 2004

Mountainbike-Weltmeisterin in Dagmersellen!

pbi – Das ohnehin schon hochklassige Fahrerfeld beim 29. Internationalen Radquer von Dagmersellen wurde durch die Verpflichtung von Sabine Spitz aus Deutschland noch einmal zusätzlich aufgewertet. Die bald 33-Jährige aus dem Südschwarzwald entschied sich am Rande des Internationalen Radquers von Bützberg zu einem Start in Dagmersellen und wird im Anschluss an ihr Rennen auch noch eine Autogrammstunde für die Fans abhalten. Die erfolgreichste Deutsche Mountainbikerin kann fast schon als Spätstarterin bezeichnet werden, fuhr sie ihr erstes Mountainbikerennen doch erst im Alter von 22 Jahren. Der Aufstieg der Sabine Spitz war anschliessend aber nicht mehr zu stoppen, auch wenn es in ihrer Karriere nicht immer nur rund lief. Sie steckte sich ihre Ziele stets hoch und als sie im Jahre 1999 die Qualifikation an die Olympischen Spiele in Sydney erreichte, war der internationale Durchbruch geschafft. Platz neun in Sydney sollte aber noch lange nicht der Höhepunkt für die sympathische Deutsche bedeuten. Im Jahre 2002 feierte sie in Vancouver ihren ersten Weltcupsieg und setzte sich im Juli 2002 für mehr als ein Jahr an die Spitze der UCI-Weltrangliste. Der absolute Triumph gelang Sabine Spitz dann ausgerechnet in der Schweiz: Vor gut einem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Lugano gewann sie den aller ersten Mountainbike-Weltmeistertitel für Deutschland. Auch in diesem Jahr feierte die Deutsche Spitzenfahrerin einen riesigen Erfolg. Bei den Olympischen Spielen durfte sie sich über den Gewinn der Bronze-Medaille freuen.

 

Neu im Winter auf dem Quervelo

Nach all diesen Erfolgen im Mountainbikesport versucht sich Sabine Spitz nun in der Mountainbike freien Zeit bei den Querfahrerinnen. Das Rennen in Bützberg stellte ihr Debüt auf dem Quervelo dar, doch dies hinderte die Deutsche nicht daran, gleich bei ihrem ersten Rennen als Siegerin über die Ziellinie zu fahren. Man kann also davon ausgehen, dass die Mountainbike-Weltmeisterin von 2003 auch in Dagmersellen, wo sie erst ihr drittes Querrennen bestreiten wird, ein gewichtiges Wort bei der Vergabe des Sieges mitreden wird. Herausgefordert wird Sabine Spitz in Dagmersellen von zehn weiteren Damen, wobei man Schweizermeisterin und Seriensiegerin Alexandra Bähler sowie der Deutschen Katrin Helmcke wohl die besten Chancen im Kampf gegen Spitz einräumen dürfte. Allerdings waren sowohl Helmcke als auch Bähler in Bützberg am Start... Helmcke verlor 20 Sekunden und wurde Zweite, Bähler mit 42 Sekunden Rückstand Dritte. Ob es den beiden gelingt Sabine Spitz in Dagmersellen hinter sich zu lassen wird sich zeigen. Falls nicht, könnte sich die Mountainbikefahrerin selbst ein kleines Geburtstaggeschenk machen: Sie feiert am 27. Dezember ihren 33. Geburtstag.

 

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Ein grosser Tag – auch für die Kleinen

Das internationale Radquer von Dagmersellen ist für viele Sportfans aus der Region seit langer Zeit zu einem Ereignis geworden, welches nicht verpasst werden darf. Doch die Organisatoren wollen auch den ganz jungen Radsportinteressierten die Möglichkeit bieten, die einzigartige Atmosphäre am Dagmerseller Radquer mitzubekommen. Deshalb findet nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr auch heuer im Rahmen des Radquer Schüler-Cups ein Schülerrennen sowie ein Technikparcours für alle Schüler mit Jahrgang 1990 und jünger statt. In Dagmersellen stellte sich die erstmalige Ausrichtung dieses Schülerrennens, kombiniert mit dem Technikparcours als grosser Erfolg heraus: Rund 50 Kinder aus der ganzen Schweiz beteiligten sich an diesem Wettbewerb. In diesem Jahr erhoffen sich die Organisatoren eine ähnlich hohe Anzahl Schülerinnen und Schüler am Start, denn dieser Schüler-Cup ist sozusagen die einzige Möglichkeit für interessierte Kids aus der Region etwas über den Quersport zu erfahren und diese faszinierende Sportart einmal selbst auszuüben. Um am Schülerrennen und anschliessend am Technikparcours starten zu können, ist weder ein Quervelo, noch eine Lizenz nötig. Ganz egal welches Velo die Schülerinnen und Schüler benützen, sie können dabei sein und sich auf einer Teilstrecke, wo später auch die ganz grossen Radquer-Cracks starten werden, mit gleichaltrigen messen. Nach dem eigentlichen Rennen, welches um 11 Uhr gestartet wird, haben die Schülerinnen und Schüler ab 12 Uhr beim Technikparcours etwas abseits der Strecke die Möglichkeit an verschiedenen Posten und unter Anleitung von Roland Schätti, vor allem die technischen Elemente vom Quersport zu erkunden. Die Dagmerseller Organisatoren hoffen, dass auch viele Eltern und Kinder aus der Region diese Gelegenheit nützen um eine faszinierende, aber leider wenig beachtete Sportart ein bisschen näher kennen zu lernen. Die Anmeldegebühr für Rennen und Parcours beträgt fünf Franken.  Es besteht die Möglichkeit bis eine Stunde vor Rennbeginn nachzumelden.

Nachdem alle Kids den Technikparcours beendet haben, findet auch bei den jüngsten eine Rangverkündigung statt und alle Starterinnen und Starter werden mit einem kleinen Preis ausgezeichnet. Weiter ist zu erwähnen, dass die Versicherung Sache der Teilnehmer ist.

Fährt ihr Kind gerne Velo oder hat sonst Spass am Sport? Dann liebe Eltern, geben sie ihrem Nachwuchs die Möglichkeit einmal auf den Spuren von Thomas Frischknecht am Fusse des Chrüzbergs Einblick in eine neue, nicht alltägliche Sportart zu erhalten und besuchen sie uns gemeinsam am 26. Dezember beim 29. Internationalen Radquer von Dagmersellen. Das OK würde sich freuen und sie mit ihren Kindern einen tollen Tag im Zeichen des Quersports erleben.

 

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Einheimische Ehrenstarter

Die Organisatoren des Internationalen Radquers von Dagmersellen haben für die diesjährige Veranstaltung zwei einheimische Ehrenstarter engagieren können. Fabienne Furrer und Rafael Gut, gemeinsame Leiter der Aktivriege des Turnvereins Dagmersellen, werden die Querspezialisten aus allen Kategorien auf die Strecke am Chrüzberg schicken.

Bereits im Kindesalter entwickelten beide ein reges Interesse am Turnsport und mit rund 15 Jahren traten sie bereits der Aktivriege des TV Dagmersellen bei. Was sie am Breitensport Gymnastikturnen besonders reize, sei das Turnen zu Musik, welches viele Interpretationsmöglichkeiten biete und vom Ausdruck der Turnerinnen und Turner lebe. Weiter fasziniert sie die Gruppendynamik, die sich im Inneren der Gymnastikriege entwickelt, sowie das gemeinsame Erreichen sportlicher Ziele. Das Wichtigste aber, in diesem Punkt stimmte das Leiter-Duo völlig überein, sei, dass man diesen, wie jeden anderen Sport auch, einfach mit Spass betreibe. Für die Kreation ihrer Vorführungen betreiben die beiden einen grossen Aufwand. Allein die Vorbereitungen für die wöchentlich zweimal stattfindenden Trainings benötigen zirka 10 Stunden pro Woche. Diesen Aufwand teilen sich die beiden so gut es geht auf, auch wenn das mit dem Beruf nicht immer ganz einfach ist und beide in dieser Beziehung schon Opfer bringen mussten. Neben den wöchentlichen Übungseinheiten ist auch die Organisation eines Trainingsweekends, welches einmal pro Jahr stattfindet sowie jährlich drei Samstagstrainings Aufgabe des Leiter-Duos. Vor allem die Choreographie fordert unzählige Stunden Arbeit und Fabienne Furrer und Rafael Gut arbeiten die jeweilige Wettkampfgymnastik zusammen bis ins kleinste Detail aus. Doch der Aufwand lohnt sich, die Gymnastikriege des Turnvereins Dagmersellen gehört zu den Besten im ganzen Land, dies belegen alleine schon die Erfolge im vergangenen Jahr. Neben dem Sieg am traditionellen Gym-Cup in Reiden, gewannen die Dagmerseller auch die Verbandsmeisterschaft der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden und das unbestrittene Highlight war der Gewinn der Silbermedaille an der Schweizermeisterschaften im September.

Die beiden jungen Dagmerseller betreuen eine 34-köpfige Gruppe, die aus 20 Frauen und 14 Männern besteht. Vom 16-jährigen Teenager bis zum 50-jährigen Routinier sind alle Altersklassen vertreten und genau dies scheint neben konsequentem Training das Erfolgsrezept der Dagmerseller Gymnastikgruppe zu sein. Die verschiedenen Generationen ergänzen sich optimal: Während die älteren Semester mit ihrer Erfahrung viel zum Erfolg beitragen können, sind es die jüngeren Turnerinnen und Turner, die mit ihrer unbekümmerten Art für den nötigen Pep sorgen.

Die Saisonplanung für die Gymnastikturnerinnen und –turner sieht folgendermassen aus: bereits im Januar wird die Choreographie des letzten Jahres aufgefrischt und angepasst, parallel läuft aber auch immer die Entwicklung neuer Choreographien. Im Mai und Juni finden verschiedene Wettkämpfe statt und im stets im September steigen die Schweizermeisterschaften, welche natürlich jedes Jahr den Höhepunkt schlechthin darstellen. Momentan bereitet sich der ganze Turnverein intensiv auf die Turnshow vom 29./30. Oktober in der Chrüzmatthalle vor.

Das Radquer von Dagmersellen ist für die beiden Ehrenstarter schon längst zu einem festeingeplanten Event geworden. Vor allem Fabienne, Tochter des leider viel zu früh verstorbenen, ehemaligen Veloclub-Präsidenten Linus Furrer, war bereits in ihrer Kindheit stets an der Rennstrecke mit dabei, aber auch Rafael Gut lässt sich das Radquer kaum einmal entgehen, weil es mittlerweile, wie er selbst sagt „einfach zu Dagmersellen gehört“ und mit dem grossen Rahmenprogramm von Jung bis Alt alle anspricht. Zu dem erfahren die Organisatoren des Radquers auch immer grosse Unterstützung vom Turnverein, was die Hilfe am Radquer selber betrifft. So waren die diesjährigen Ehrenstarter auch schon selbst als Helfer beim Radquer mit dabei. Genau dies ist auch das schöne an Dagmersellen. Das intensive Vereinsleben und die Bereitschaft der verschiedenen Vereine sich gegenseitig zu helfen.

Für den diesjährigen Stephanstag wünschen sich unsere Ehrenstarter viele Zuschauer, welche einmal mehr  für die einmalige Radquerstimmung sorgen, Wetterglück sowie sportlich hochstehende Leistungen. Bleibt zu hoffen, dass diese guten Wünsche in Erfüllung gehen und das Dagmerseller Radquer ein Jahr vor den Schweizermeisterschaften eine würdige Hauptprobe feiern kann.

 

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